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GE IS200AEPAH1A(IS200AEPAH1ABB) AEPA IO-Modul

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Das IS200AEPAH1A (Alternative Energy Pitch Axis) ist ein spezielles I/O-Steuermodul, das von General Electric (GE) für das Pitch Control System (PCS) seiner 1,5-MW-Windkraftanlagen entwickelt wurde. Dieses Modul ist eine Version des Pitch Axis Controllers (AEPA) und ist mit der BPPB-Prozessorplatine kompatibel. Seine Hauptfunktion ist die präzise Winkelsteuerung einzelner Windturbinenblätter. Das AEPAH1A-Modul ist in der Axis Box innerhalb der Nabe installiert, wobei jedem Blade ein AEPA-Modul zugeordnet ist, das zusammenarbeitet, um eine unabhängige Steuerung aller drei Blades zu ermöglichen.


Als zentrale Ausführungseinheit des Pitch-Systems ist das Modul IS200AEPAH1A für den Empfang von Positionsbefehlen vom zentralen Master-Controller, dem AEPC (Alternative Energy Pitch Center), verantwortlich. Es wandelt diese Befehle in ein Motordrehmomentsignal um, das den Gleichstrom-Pitchmotor antreibt und so den Blattwinkel anpasst, um eine präzise Steuerung der Rotorgeschwindigkeit und des Drehmoments der Turbine zu erreichen.



Systemarchitektur und Integration

1. Systemzusammensetzung

Das Pitch Control System (PCS) besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

  • Mittlere Box: Enthält das AEPC-Modul, das für die Stromverteilung, Signalaggregation und Kommunikation mit der Hauptturbinensteuerung verantwortlich ist.

  • Achsenbox: Eine pro Blade, die das AEPA-Modul (z. B. AEPAH1A), einen 3-Phasen-Transformator, einen Gleichrichter, einen Leistungswandler und Gleichstromschütze beherbergt.

  • Batteriekasten: Bietet Notstrom für den Notauslauf.

  • Pitchmotor: Ein Gleichstrommotor mit integrierter Bremse und Inkrementalgeber.

Das IS200AEPAH1A-Modul, das sich in der Axis Box befindet, ist die entscheidende Verbindung zwischen Steuerbefehlen und Motorausführung.

2. Netzwerkkommunikationsstruktur

Der IS200AEPAH1A kommuniziert über Ethernet mit dem AEPC-Modul und bildet so eine sternförmige Netzwerktopologie:

  • Der AEPC empfängt Blattwinkelbefehle von der Bachmann®-SPS über eine serielle RS-422-Verbindung.

  • Der AEPC verteilt diese Befehle über Ethernet an die drei AEPA-Module (einschließlich AEPAH1A).

  • Die AEPA-Module geben den aktuellen Blattwinkel, Motorstatus, Fehlerinformationen usw. an den AEPC zurück, der dann an die Hauptturbinensteuerung weitergeleitet wird.

Diese Struktur gewährleistet eine latenzarme Übertragung von Steuerbefehlen und eine effiziente Überwachung des Systemstatus.



Schlüsselfunktionen des IS200AEPAH1A

1. Steuerung der Schildposition

Der IS200AEPAH1A erhält einen Positionssollwert vom AEPC. Über einen internen kaskadierten Regelkreis (Position-Geschwindigkeit-Drehmoment) treibt es den Pitchmotor an, um das Blatt in den Zielwinkel zu drehen. Es bietet eine hohe Steuerungspräzision und schnelle Reaktion und stellt sicher, dass die Turbine auch bei wechselnden Windbedingungen eine optimale Leistung beibehält.

2. Geschwindigkeits- und Drehmomentregelung

Das Modul enthält einen eingebauten Geschwindigkeitsregler und Drehmomentbegrenzungsfunktionen. Es kann seine Leistung automatisch an Laständerungen anpassen, um eine Überlastung des Motors oder einen Kontrollverlust zu verhindern. Das Drehmoment-Referenzsignal wird als 4-20-mA-Analogsignal an den Motorstromrichter ausgegeben.

3. Motorschutz und Statusüberwachung

Der IS200AEPAH1A überwacht kontinuierlich Motorparameter wie Strom, Spannung und Temperatur. Es umfasst Schutzfunktionen gegen Überstrom, Übertemperatur und Blockierung. Bei Erkennung einer Anomalie wird sofort ein Alarm oder eine Abschaltung ausgelöst, um Geräteschäden zu verhindern.

4. Encoder-Feedback-Verarbeitung

Der Pitchmotor verfügt über einen eingebauten Inkrementalgeber. Der IS200AEPAH1A empfängt die Encodersignale, um die Motorgeschwindigkeit und die tatsächliche Blattposition in Echtzeit zu berechnen und so ein Regelsystem zu bilden, das die Positionsgenauigkeit gewährleistet.

5. Bremssteuerung

Das Modul steuert die elektromagnetische Bremse des Pitchmotors mithilfe einer mehrstufigen Spannungsstrategie: Es legt 150 ms lang 60 V DC für eine schnelle Ansteuerung an, reduziert sich für 5 Sekunden auf 40 V DC und hält dann eine Haltespannung von 20 V DC aufrecht, um die Bremse während des Betriebs gelöst zu halten.

6. Notfederfunktion

Im Falle eines Netzstromausfalls oder einer Unterbrechung der Sicherheitsschleife schaltet der IS200AEPAH1A automatisch auf Batteriebetrieb um und fährt das Rotorblatt in die 90°-Federstellung, um eine sichere Turbinenabschaltung zu gewährleisten.

7. Batteriemanagement und Selbsttest

Der IS200AEPAH1A kommuniziert über eine RS-485-Schnittstelle mit den Batterieladegeräten, um Batteriespannung, Strom und Ladestatus zu überwachen. Außerdem wird alle 30 Minuten ein automatischer Batterieselbsttest eingeleitet, um die Zuverlässigkeit der Notstromquelle zu überprüfen.



Detaillierte Arbeitsprinzipien

1. Regelkreisstruktur

Die Steuerlogik innerhalb des IS200AEPAH1A ist in drei kaskadierten Schichten strukturiert:

  • Positionsregelkreis: Berechnet die erforderliche Geschwindigkeit basierend auf dem Fehler zwischen dem Sollwert und dem Istwert.

  • Geschwindigkeitsregelkreis: Berechnet das erforderliche Drehmoment basierend auf dem Geschwindigkeitsbefehl aus dem Positionsregelkreis.

  • Drehmomentschleife: Gibt ein PWM-Signal oder ein analoges Stromsignal an den Leistungswandler aus, um das Motordrehmoment zu steuern.

Diese kaskadierte Struktur gewährleistet Systemstabilität und dynamische Reaktion.

2. Leistungsumwandlung und Motorantrieb

Der Hauptstromeingang beträgt 400 VAC, dreiphasig. Diese wird durch einen Transformator auf ca. 63 VAC heruntertransformiert und dann gleichgerichtet, um eine Zwischenkreisspannung von 80 VDC zu erzeugen. Der vom IS200AEPAH1A gesteuerte Pitch-Leistungswandler regelt die Motorspannung und den Motorstrom mithilfe von Pulsweitenmodulationstechniken (PWM), um eine präzise Drehmomentsteuerung zu erreichen.

3. Kommunikationsprotokoll und Datenaustausch

Der IS200AEPAH1A verwendet das proprietäre Ethernet Global Data (EGD)-Protokoll von GE, um mit dem AEPC zu kommunizieren. Es überträgt verschiedene Signale, darunter Winkel, Geschwindigkeit, Drehmoment und Fehlercodes. Alle Signale können in Echtzeit überwacht und mit der ToolboxST-Software aufgezeichnet werden.

4. Parametrierung und Kalibrierung

Jedes IS200AEPAH1A-Modul verfügt über einen einzigartigen Parametersatz, darunter:

  • Übersetzungsverhältnis

  • Höchstgeschwindigkeit des Motors

  • Verstärkungen des Positions-/Geschwindigkeitsreglers

  • Beschleunigungs-/Verzögerungsratenbegrenzungen

  • Bremssteuerungsparameter

Parameter können online über das Handheld HMI oder das ToolboxST-Tool geändert werden. Über diese Schnittstellen wird auch die Kalibrierung der Blattposition (Referenzierung der 0°- und 90°-Endschalter) durchgeführt.



Hardwarespezifikationen und Kompatibilität

  • Modell: IS200AEPAH1A (wird als einzelne Einheit mit der BPPB-Prozessorplatine geliefert).

  • Kompatible Version: IS200AEPAH1C (kompatibel mit der BPPC1-Karte, erfordert ControlST-Software-Suite V04.06 oder höher).

  • Betriebstemperatur: -30 °C bis +50 °C (Umgebung im Inneren der Nabe).

  • Leistungsanforderungen: 24-V-DC-Steuerspannung; 80 VDC maximale Motorleistung.

  • Kommunikationsschnittstellen: Ethernet (EGD), RS-485 (für Ladegerät-/Konverter-Kommunikation).

  • Installation: Plug-in-Modul, das Vorsichtsmaßnahmen zur antistatischen Handhabung erfordert.



Konfigurations- und Wartungstools

1. ToolboxST-Software

Die ToolboxST-Anwendung von GE ist das primäre Tool zur Konfiguration, Überwachung und Diagnose des IS200AEPAH1A-Moduls. Zu den Hauptmerkmalen gehören:

  • Online-Überwachung von Variablen (Position, Geschwindigkeit, Strom, Spannung usw.)

  • Trendaufzeichnung (Trender) zur Fehleranalyse

  • Dynamic Data Recorder (DDR) zur Erfassung von Ereignisdaten

  • Parameteränderung und Herunterladen des Steuerungsprogramms

  • Anzeigen von Fehleralarmen und Diagnosen

2. Handheld-HMI (Exor ePALM10)

Wird für den lokalen manuellen Betrieb verwendet und unterstützt die folgenden Funktionen:

  • Rütteln Sie die Klinge

  • Einstellen des Getriebeübersetzungsparameters

  • Kalibrierung der Klingenposition wird ausgeführt

  • IP-Adressen einsehen und einstellen



Typische Anwendungsszenarien

1. Normaler Betriebsmodus

Im Auto-Modus empfängt der IS200AEPAH1A Befehle von der Hauptturbinensteuerung, um den Blattwinkel für eine optimale Windenergienutzung kontinuierlich anzupassen.

2. Wartungsmodus

Im manuellen Modus verwenden Techniker das Handheld-HMI, um die Rotorblattbewegung für Installation, Inbetriebnahme oder Wartung direkt zu steuern.

3. Notfedermodus

Bei Erkennung einer Unterbrechung der Sicherheitsschleife oder eines Stromausfalls schaltet der IS200AEPAH1A automatisch auf Batteriebetrieb um, um das Blatt in die sichere 90°-Federposition zu fahren.


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