Meggit
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Xiamen
Der IPC704 ist ein Hochleistungs-Signalaufbereiter aus der Meggit-Produktlinie, der speziell für piezoelektrische Beschleunigungsmesser (CAxxx-Serie) und dynamische Drucksensoren (CPxxx-Serie) entwickelt wurde. Dieses Gerät wandelt in erster Linie Ladungssignale von Sensoren in Standardstrom- oder Spannungssignale zur Fernübertragung an nachfolgende Verarbeitungssysteme (z. B. Datenerfassungskarten, SPS oder Überwachungssysteme) um. Mit hochgradig konfigurierbaren Filterfunktionen, mehreren Ausgangsoptionen und vielseitigen Installationsmethoden eignet sich der IPC704 für anspruchsvolle Umgebungen in Industrie, Energie, Luft- und Raumfahrt und anderen Sektoren.
Die Kernfunktion des IPC704 besteht darin, hochohmige Ladungssignale von piezoelektrischen Sensoren in niederohmige Strom- oder Spannungssignale umzuwandeln. Es unterstützt zwei Ausgabemodi:
2-Draht-Stromübertragung: Gibt ein 4–20-mA-Standardsignal mit einem maximalen Dynamikbereich von ±5 mA und einem Ruhestrom von 12 mA aus. Ideal für die Übertragung über große Entfernungen (bis zu 1 km) mit hoher Störfestigkeit.
3-Draht-Spannungsübertragung: Gibt ein 0–10-V-Standardsignal mit einem maximalen Dynamikbereich von ±5 V und einer Ruhespannung von 7,5 V aus. Die Ausgangsimpedanz beträgt 750 Ω und eignet sich daher für hochpräzise Messungen über kurze Entfernungen.
Das Gerät verfügt über konfigurierbare Hochpassfilter (HPF) und Tiefpassfilter (LPF), sodass Benutzer Grenzfrequenzen basierend auf den Anwendungsanforderungen auswählen können:
Hochpassfilter: Bietet fünf Grenzfrequenzen (0,5, 1, 2, 5 und 10 Hz am -3-dB-Punkt) mit jeweils einer Steigung von 24 dB/Oktave (vierte Ordnung).
Tiefpassfilter: Bietet sieben Grenzfrequenzen (200, 500, 1000, 2000, 5000, 10000 und 20000 Hz am -1-dB-Punkt) mit jeweils einer Steigung von 12 dB/Oktave (zweite Ordnung).
Der IPC704 kann mit einem Integrator zur Umwandlung von Beschleunigungssignalen in Geschwindigkeitssignale ausgestattet werden und eignet sich somit für Schwinggeschwindigkeitsmessungen. Der Phasenunterschied zwischen Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsausgängen beträgt 90°.
Betriebstemperatur: -30 °C bis +85 °C
Lagertemperatur: -40 °C bis +85 °C
Luftfeuchtigkeit: Bis zu 95 % (nicht kondensierend)
Schutzklasse:
Standardversion: IP40
Industriegehäuseversion (Option G1): IP66, mit ausgezeichneter Beständigkeit gegen Chemikalien (Meerwasser, Säuren, Laugen, Benzin und Öle)
Der IPC704 ist in mehreren explosionsgeschützten zertifizierten Versionen für gefährliche Umgebungen erhältlich:
Ex i Eigensicherheit: Geeignet für Zone 1/2 (zertifiziert in Europa, Nordamerika, IECEx, China NEPSI und Korea KGS)
Ex nA Funkenfrei: Geeignet für Zone 2 (zertifiziert in Europa, Nordamerika und IECEx)
Standard-Aluminiumgehäuse (elektrisch leitfähig)
Industrielles Polyestergehäuse (Option G1)
DIN-Schienen-Montageadapter (Option G2)
Mehrere Kabelschnittstellenoptionen (M16, PG9, M20 usw.)
Stromversorgung: 18–30 VDC, maximaler Strom 25 mA
Linearitätsfehler: ≤0,2 %
Temperaturstabilität: Typischer Wert 100 ppm/°C
Eingangsdynamikbereich: Bis zu 100.000 pC (Spitze)
Das Herzstück des IPC704 ist ein hochpräzises, leistungsstarkes Ladungsverstärkersystem, das für die Bewältigung grundlegender Herausforderungen bei der Signalübertragung von piezoelektrischen Sensoren konzipiert ist. Piezoelektrische Materialien erzeugen eine Ladung proportional zur mechanischen Belastung (z. B. Vibration, Stoß oder Druckänderungen). Dieses Ladesignal hat jedoch eine hohe Impedanz und ist sehr anfällig für Kabelkapazität, elektromagnetische Störungen und Umgebungsgeräusche, was zu Signaldämpfung, Verzerrung und einem verringerten Signal-Rausch-Verhältnis führt.
Der IPC704 geht diese Probleme durch eine sorgfältig konzipierte Signalkette an, die in den folgenden Schlüsselphasen arbeitet:
Die Eingangsstufe verwendet ein symmetrisches Differenzladungsverstärkerdesign mit sehr hoher Eingangsimpedanz (≥50 kΩ) und sehr niedriger Ausgangsimpedanz. Dieses Design minimiert Belastungseffekte auf die Signalquelle und bewahrt die Signalintegrität. Der Ladungsverstärker ist im Wesentlichen eine Operationsverstärkerschaltung mit kapazitiver Rückkopplung, bei der die Ausgangsspannung proportional zur Eingangsladung ist.
Wenn das Ladungssignal vom piezoelektrischen Sensor per Kabel an den Eingang des IPC704 übertragen wird, akkumuliert der Ladungsverstärker diese Ladung auf dem Rückkopplungskondensator und wandelt sie in ein entsprechendes Spannungssignal um. Das Umwandlungsverhältnis (Empfindlichkeit) kann extern konfiguriert werden und liegt je nach Sensortyp und Messanforderung im Bereich von 0,1 bis 50 mV/pC oder μA/pC. Dieses Design ermöglicht nicht nur die Signalumwandlung, sondern fungiert auch als Impedanztransformator, der eine hochohmige Ladungsquelle in eine niederohmige Spannungsquelle umwandelt und so den Grundstein für die anschließende Signalverarbeitung legt.
Der IPC704 verfügt über ein hochgradig konfigurierbares Filtersystem, einschließlich Hochpass- (HPF) und Tiefpassfiltern (LPF), sodass Benutzer geeignete Grenzfrequenzen für bestimmte Anwendungen auswählen können.
Der Hochpassfilter (HPF) verwendet ein Butterworth- oder Tschebyscheff-Filterdesign vierter Ordnung und sorgt für einen steilen Abfall von 24 dB/Oktave. Diese Filter bieten fünf Grenzfrequenzoptionen (0,5, 1, 2, 5 und 10 Hz am -3-dB-Punkt), die hauptsächlich zur Eliminierung von niederfrequentem Rauschen und DC-Offset-Komponenten verwendet werden. Bei der Schwingungsmessung weisen mechanische Systeme häufig sehr niederfrequente Drift- und Temperatureffekte auf, die den Dynamikbereich beanspruchen und möglicherweise zu einer Verstärkersättigung führen können. Der HPF entfernt diese Störungen effektiv und behält gleichzeitig die interessierenden Frequenzkomponenten bei.
Der Tiefpassfilter (LPF) verwendet ein Design zweiter Ordnung mit einer Dämpfung von 12 dB/Oktave und bietet sieben Grenzfrequenzoptionen von 200 bis 20.000 Hz (am -1-dB-Punkt). Diese Filter werden hauptsächlich zum Anti-Aliasing und zur Unterdrückung hochfrequenter Geräusche eingesetzt. In Datenerfassungssystemen muss die Signalbandbreite gemäß dem Nyquist-Abtasttheorem begrenzt werden, um Frequenzaliasing zu verhindern. Darüber hinaus unterdrückt der LPF hochfrequente Störungen wie Hochfrequenzstörungen (RFI) und Schaltrauschen und verbessert so die Signalqualität.
Die Filterauswahl erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung der Frequenzeigenschaften, der Abtastrate und der Rauschumgebung des Messobjekts. Die vielfältigen Optionen des IPC704 ermöglichen es Benutzern, die Systemleistung zu optimieren.
Für Anwendungen, die eine Schwinggeschwindigkeitsmessung erfordern, bietet der IPC704 eine optionale Integratorfunktion. Der Integrator wandelt Beschleunigungssignale durch mathematische Integration in Geschwindigkeitssignale um. Physikalisch gesehen ist die Beschleunigung die Ableitung der Geschwindigkeit, daher erfordert dieser Umwandlungsprozess eine präzise Integration.
Der Integrator des IPC704 verwendet ein präzises analoges Integrationsschaltungsdesign, das typischerweise auf einer Operationsverstärker- und Rückkopplungskondensatorstruktur basiert. Dieses Design bietet hochlineare Integrationseigenschaften über ein breites Frequenzband und gewährleistet eine genaue Umwandlung von Beschleunigung in Geschwindigkeit. Der Integrationsprozess führt zu einer Phasenverzögerung von 90°, die mit den mathematischen Eigenschaften der Integration übereinstimmt: Bei sinusförmigen Signalen entspricht die Integration einer Phasenverschiebung von 90°.
Die Integratorfunktion ist besonders nützlich für Anwendungen, die sich auf Vibrationsenergie (proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit) und nicht auf Beschleunigungswerte konzentrieren, wie z. B. die Überwachung des mechanischen Zustands und die Ermüdungsanalyse.
Der IPC704 bietet zwei Ausgangskonfigurationen, um den Anforderungen verschiedener Anwendungsszenarien gerecht zu werden:
Die 2-Draht-Stromübertragung nutzt eine industrieübliche 4-20-mA-Stromschleife mit einem maximalen Dynamikbereich von ±5 mA und einem Ruhestrom von 12 mA. Dieses Design bietet eine hervorragende Störfestigkeit und Möglichkeiten zur Übertragung über große Entfernungen. Stromsignale sind unempfindlich gegenüber Kabelwiderstand und -induktivität und ermöglichen die Übertragung an Empfangsgeräte in einer Entfernung von bis zu 1 km ohne nennenswerte Dämpfung. Darüber hinaus bieten Stromschleifen von Natur aus einen Kurzschlussschutz und erhöhen so die Systemzuverlässigkeit.
Die 3-Leiter-Spannungsübertragung liefert ein 0-10-V-Standardspannungssignal mit einem maximalen Dynamikbereich von ±5 V, einer Ruhespannung von 7,5 V und einer Ausgangsimpedanz von 750 Ω. Der Spannungsausgang eignet sich für hochpräzise Messungen über kurze Entfernungen und kann direkt an die meisten Datenerfassungssysteme und SPS-Analogeingangsmodule angeschlossen werden. Der Spannungsmodus bietet eine höhere Signalbandbreite und eine schnellere Einschwingzeit und eignet sich daher für hochfrequente dynamische Messungen.
Beide Ausgangsmodi verfügen über präzise Ausgangstreiberschaltungen, um eine hohe Linearität und Stabilität bei der Signalübertragung zu gewährleisten.
Der IPC704 ist sowohl am Eingang als auch am Ausgang mit symmetrischen LC-Filternetzwerken für Funkfrequenzstörungen (RFI) ausgestattet. Diese Filter wurden speziell zur Unterdrückung hochfrequenter elektromagnetischer Störungen entwickelt, einschließlich Hochfrequenzstörungen, Schaltstörungen der Stromversorgung und Störungen digitaler Schaltkreise. Die RFI-Filter verfügen über ein symmetrisches Design, das sowohl Gegentakt- als auch Gleichtaktstörungen unterdrückt und so die Signalintegrität schützt.
Der RFI-Schutz in der Eingangsstufe ist besonders wichtig, da piezoelektrische Sensorsignale extrem schwach und anfällig für externe elektromagnetische Felder sind. Durch die RFI-Filterung in der Ausgangsstufe wird sichergestellt, dass das Ausgangssignal nicht durch nachfolgende Kabel- und Umgebungsgeräusche verunreinigt wird.
Der IPC704 sorgt sorgfältig für die Phasenkonsistenz in der gesamten Signalkette:
Beschleunigungs- und Druckausgänge behalten eine 180°-Phasenbeziehung zum Eingangssignal bei.
Die Geschwindigkeitsausgabe behält eine Phasendifferenz von 90° zur Beschleunigungsausgabe bei (im Einklang mit der Integrationsbeziehung).
Diese Phasenkonsistenz ist entscheidend für Mehrkanalmessungen, phasenempfindliche Analysen und die Integration von Steuerungssystemen.
Das Gerät wird mit einer Weitbereichsstromversorgung von 18–30 VDC betrieben und verfügt über effiziente Spannungsregelungs- und Filterschaltungen. Das Power-Management-Modul sorgt für stabile Betriebsspannungen unter verschiedenen Eingangsspannungsbedingungen und unterdrückt gleichzeitig Rauschen und Welligkeit auf den Stromleitungen. Ein gutes Stromversorgungsdesign ist die Grundlage für die hochpräzise Leistung des Geräts. Die Temperaturstabilität erreicht typischerweise 100 ppm/°C und gewährleistet so eine gleichbleibende Leistung bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen.
Der IPC704 unterstützt zwei Arten von piezoelektrischen Materialsensoren:
Standard-piezoelektrische Materialien (z. B. CAxxx, CP10x, CP2xx)
Piezoelektrische GaPO₄-Materialien (z. B. CP50x)
Jeder Typ verfügt über entsprechende Bestellnummern und Konfigurationsoptionen, um eine optimale Abstimmung und Leistung zu gewährleisten. GaPO₄-Sensoren bieten höhere Betriebstemperaturen und eine bessere Stabilität, wodurch sie für Anwendungen in extremen Umgebungen geeignet sind.
Überwachung rotierender Maschinen: Vibrationsüberwachung von Dampfturbinen, Kompressoren, Pumpen und Lüftern
Luft- und Raumfahrt: Vibrationsprüfung von Triebwerken, Überwachung des strukturellen Zustands
Energiewirtschaft: Zustandsüberwachung von Kern-, Wasserkraft- und Wärmekraftanlagen
Industrielle Automatisierung: Dynamische Druckmessung in der Prozesssteuerung
F&E-Tests: Hochfrequente dynamische Signalerfassung in Laboren











