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IS200DSPXH1D
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Das digitale Signalprozessorboard IS200DSPXH1D (im Folgenden als DSPX-Board bezeichnet) ist eine wichtige Steuerungskomponente, die von GE Industrial Systems für sein Flaggschiff-Erregungssteuerungssystem EX2100™ entwickelt wurde. Als „Gehirn“ des Erregungscontrollers übernimmt das DSPX-Board Kernaufgaben wie Echtzeit-Signalverarbeitung, Regelung im geschlossenen Regelkreis, Logiksteuerung und Schutz. Es bildet den Hardware-Grundstein für die Gewährleistung einer stabilen Generatorklemmenspannung, einer präzisen Blindleistungsregelung und des sicheren und zuverlässigen Betriebs der gesamten Erzeugungseinheit.
Im EX2100, einem vollständig statischen Erregungssystem, arbeitet das DSPX-Board mit dem Application Control Layer Module (ACLA-Board) im selben Rack zusammen, um einen leistungsstarken digitalen Controller zu bilden. Das DSPX-Board konzentriert sich mehr auf die Innenschleifensteuerung, schnelle Reaktion und Low-Level-Hardware-Schnittstellen, die direkt für die Erzeugung von Thyristor-Zündimpulsen (SCR) verantwortlich sind, um eine präzise und schnelle Regelung des Generatorfeldstroms zu erreichen. Basierend auf fortschrittlicher Mikroprozessor- und digitaler Signalverarbeitungstechnologie digitalisiert und softwareimplementiert es herkömmliche analoge Steuerungsfunktionen und erreicht so eine höhere Steuerungsgenauigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit.
Ganz gleich, ob es sich um neue Dampfturbinen, Gasturbinen, Wasserkraftgeneratoren oder Nachrüstprojekte für bestehende Anlagen handelt, das IS200DSPXH1D-Board ist eine unverzichtbare Kernkomponente für die Realisierung einer modernen, leistungsstarken Erregersteuerung.
Das IS200DSPXH1D-Board wurde unter strikter Einhaltung des VME-Busstandards entwickelt und gewährleistet so eine hohe Zuverlässigkeit und Wartbarkeit in industriellen Steuerungsumgebungen.
Formfaktor und Struktur: Das Board verfügt über ein standardisiertes modulares Design mit einem Steckplatz und einer Höhe von 3 HE, wodurch es kompakt und einfach im EX2100-Steuerungsrack zu installieren, ein- und auszustecken und zu warten ist. Seine Abmessungen sind mit Standard-VME-Karten kompatibel und ermöglichen eine nahtlose Integration in das EX2100-Controllermodul.
Installationsort: Im EX2100-Steuermodul-Rack befindet sich die DSPX-Karte normalerweise neben der entsprechenden ACLA-Karte. Das Steuerrack ist in drei Abschnitte mit unabhängiger Stromversorgung für die Controller M1, M2 und C unterteilt (nur in redundanten Systemen vorhanden). In einem Simplex-Steuerungssystem gibt es nur einen Controller (normalerweise M1), der einen Satz DSPX- und ACLA-Karten enthält. In einem dualen/redundanten Steuerungssystem enthalten die Controller M1 und M2 jeweils einen Satz DSPX- und ACLA-Karten, während der C-Controller (zur Überwachung und Auswahl verwendet) normalerweise nur DSPX-, EISB- und EMIO-Karten und keine ACLA-Karte enthält.
Bordressourcen: Das Board verfügt über einen leistungsstarken digitalen Signalprozessor (DSP) und Mikroprozessor, der leistungsstarke Echtzeit-Rechenfunktionen bietet. Es integriert außerdem einen dedizierten Flash-Speicher zum Speichern von Firmware und Anwendungsprogrammen sowie einen Direktzugriffsspeicher (RAM) für die Speicherung von Laufzeitvariablen und die Datenverarbeitung. Diese Architektur gewährleistet eine stabile Codespeicherung und eine Hochgeschwindigkeitsausführung.
Schnittstellen und Konnektivität: Über dedizierte Anschlüsse auf der EX2100 Exciter Backplane (EBKP) tauscht das DSPX-Board Hochgeschwindigkeitsdaten und -befehle mit anderen Tastaturen im System aus. Auf der Vorderseite können Status-LEDs enthalten sein, die den Kartenbetrieb, die Kommunikation und den Fehlerstatus anzeigen.
Die Funktionalität des IS200DSPXH1D-Boards ist für die Erregungssteuerung optimiert und deckt die gesamte Steuerkette von der Signalerfassung bis zur Leistungsabgabe ab. Zu seinen Hauptfunktionen gehören:
Erzeugung und Steuerung von Anregungsbrücken-Zündimpulsen:
Dies ist eine der wichtigsten Funktionen des DSPX-Boards. Basierend auf der vom automatischen Spannungsregler (AVR) oder manuellen Regler (FVR/FCR) berechneten Steuervariablen werden in Echtzeit sechs präzise SCR-Zündimpulssignale (Gate) erzeugt.
Diese Low-Level-Logikimpulse werden über die Rückwandplatine an das Exciter Selector Board (ESEL) gesendet, das sie dann verteilt und an die Exciter Gate Pulse Amplifier Boards (EGPA) im Power Conversion Cabinet überträgt und letztendlich die sechs Thyristoren im Power Conversion Module (PCM) antreibt. Dies ermöglicht eine Phasensteuerung der Gleichspannung und des Gleichstromausgangs der dreiphasigen Vollweg-Gleichrichterbrücke.
Berechnung des Inner-Loop-Reglers:
Feldspannungsregler (FVR): Dies ist der standardmäßige manuelle Regelungsmodus. Das DSPX-Board führt den FVR-Algorithmus aus und nutzt die Spannung der Generatorfeldwicklung als Rückmeldung. Durch die Proportional-Integral-Regelung (PI) wird die Feldspannung auf dem Sollwert gehalten. Auch im Automatikmodus (AVR) wird der AVR-Ausgang direkt an den FVR-Ausgang weitergeleitet.
Feldstromregler (FCR): Hierbei handelt es sich um einen manuellen Regelungsmodus für spezielle Anwendungen, der für Anwendungen verwendet wird, die einen konstanten Feldstrom oder besondere Antriebsanforderungen erfordern. Es führt eine PI-Regelung unter Verwendung des Generatorfeldstroms als Rückmeldung durch. Das DSPX-Board wählt den kleineren der FVR- und FCR-Ausgänge als endgültigen Brückenauslösebefehl aus und dient als interner Begrenzungsschutz.
Systemstart/-stopp und sequentielle Steuerlogik:
Das DSPX-Board verwaltet die Start-, Stopp- und Betriebssequenzen des Erregersystems. Dazu gehört der Empfang von Start-/Stoppbefehlen über die Tastatur, die Remote-HMI oder den Data Highway.
Es steuert den Field Flashing-Prozess: Während des ersten Generatorstarts steuert es die Schütze 53A und 53B, um die Gleichstromversorgung der Station mit der Feldwicklung zu verbinden und das anfängliche Magnetfeld aufzubauen, bis die Generatorspannung hergestellt ist und der AVR die Steuerung übernehmen kann.
Schutz- und Fehlerlogikverarbeitung:
Das DSPX-Board überwacht kontinuierlich den Systemstatus und führt eine komplexe Alarm- und Auslöselogik aus. Es verarbeitet Signale verschiedener Überwachungspunkte (z. B. Überstrom, Überspannung, Übertemperatur, Erregungsverlust, PT/CT-Ausfall) und generiert entsprechende Alarmmeldungen oder löst Schutzauslösungen aus (z. B. Aktivierung des 86G-Sperrrelais).
Fehlerinformationen werden in einem Verlaufsprotokoll protokolliert und können über die lokale Tastatur oder die Control System Toolbox-Software angezeigt und zurückgesetzt werden.
Messung und Berechnung der elektrischen Generatorgröße:
Größe der Generatorspannung (Vmag) und Frequenz (Freq_Hz)
Größe des Generatorstroms (Imag)
Wirkleistung (Watt) und Blindleistung/Volt-Ampere (Vars)
Integral der Beschleunigungsleistung (ungefähre Änderung der Rotorgeschwindigkeit) für den Power System Stabilizer (PSS)
Systemfrequenz und Spannungs/Hz-Verhältnis (V/Hz), die verwendet werden, um eine Übererregung des Generators zu verhindern.
Empfängt isolierte und konditionierte Spannungs- (PT) und Stromsignale (CT) an den Generatorklemmen von der Erreger-PT/CT-Karte (EPCT).
Mithilfe integrierter Softwarealgorithmen berechnet es eine Reihe wichtiger Systemvariablen in Echtzeit, darunter unter anderem:
Kommunikation und Datenaustausch:
Kommuniziert mit hoher Geschwindigkeit über die Rückwandplatine mit dem Exciter ISBus Board (EISB). Das EISB dient als Schnittstelle für das DSPX-Board zu externen Glasfasersignalen (z. B. Gleichspannungs-/Stromrückmeldung von EDCF-Boards, Bodenerkennungssignale von EGDM).
Über das EISB verwaltet das DSPX-Board auch die serielle RS-232C-Kommunikation mit der lokalen Diagnoseschnittstelle (Tastatur) und der Control System Toolbox und unterstützt so die Parameterkonfiguration, Echtzeit-Datenüberwachung und Fehlerdiagnose.
Das IS200DSPXH1D-Board arbeitet nicht isoliert; Seine leistungsstarke Funktionalität wird durch die enge Zusammenarbeit mit anderer Hardware und Software innerhalb des EX2100-Systems realisiert.
Arbeitsteilung und Zusammenarbeit mit dem ACLA-Vorstand: Bildet eine typische Kontrollstruktur „Außen-Innen-Schleife“.
DSPX (Inner Loop/Fast Loop): Verantwortlich für schnelle, präzise Low-Level-Steuerung, wie z. B. FVR/FCR-Regelung, Zündimpulserzeugung, Echtzeitschutz und schnelle Signalverarbeitung. Direkte Schnittstelle zur Stromversorgungshardware.
ACLA (Outer Loop / Slow Loop): Führt übergeordnete, komplexere Steueralgorithmen aus, wie z. B. automatische Spannungsregelung (AVR), Netzstabilisator (PSS), Untererregungsbegrenzer (UEL), VAR/Leistungsfaktorregelung usw. Kommuniziert über Ethernet (Unit Data Highway) mit der Turbinensteuerung (Mark VI), dem Anlagen-DCS oder HMI, um Befehle zur Sollwertanpassung zu empfangen.
Über den Hochgeschwindigkeits-Rückwandbus tauschen die beiden Daten in Echtzeit aus. Der ACLA stellt dem DSPX Steuerziele (z. B. AVR-Ausgabe) zur Verfügung, der für die schnelle Verfolgung und Ausführung verantwortlich ist.
Rolle in redundanten Steuerungssystemen:
In redundanten (Triple Modular Redundant, TMR) Konfigurationen, die auf hohe Verfügbarkeit ausgelegt sind, umfasst das System drei Controller: M1, M2 und C.
DSPX-Karten in M1 und M2: Fungieren als Primär-/Backup-Controller und führen parallel identische Steueralgorithmen aus. Allerdings sind die Zündimpulse seiner ESEL-Karte nur für denjenigen aktiviert, der von Controller C als „aktiver Master“ ausgewählt wurde, um ihn an den EGPA zu senden.
DSPX-Board im Controller C: Obwohl es nicht für die Erzeugung von Zündimpulsen verantwortlich ist, empfängt es auch alle Rückmeldungssignale und führt Überwachungssoftware aus. Seine Kernaufgabe besteht darin, die Steuerausgänge und den Status von M1 und M2 kontinuierlich zu vergleichen. Wenn beim aktiven Master ein Fehler oder eine Leistungsüberschreitung festgestellt wird, befiehlt Controller C eine stoßfreie Übertragung und übergibt die Kontrolle reibungslos an den Backup-Controller, was die Systemzuverlässigkeit deutlich erhöht (MTBF kann 175.000 Stunden erreichen).
Softwarekonfiguration und -wartung:
Der vom DSPX-Board ausgeführte Anwendungscode (bestehend aus Steuerfunktionsblöcken) wird mit der proprietären Control System Toolbox-Software von GE konfiguriert, kompiliert und heruntergeladen.
Ingenieure können die Toolbox über Ethernet oder eine direkte serielle Verbindung verwenden, um Echtzeitdaten aller Funktionsblöcke innerhalb des DSPX-Boards online zu überwachen, Parameter zu ändern und Simulationstests durchzuführen. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Inbetriebnahme, Optimierung und Fehlerbehebung des Systems.
Leistungsstarke digitale Signalverarbeitung: Die dedizierte DSP-Architektur gewährleistet die Echtzeitleistung, die für komplexe Steueralgorithmen und schnelle Signalverarbeitung erforderlich ist, und ist in der Lage, die Reaktionsanforderungen der Energiesystemdynamik im Millisekundenbereich zu erfüllen.
Hervorragende Regelgenauigkeit und Stabilität: Digitale PI-Regler vermeiden die Drift- und Alterungsprobleme analoger Schaltkreise, mit stabilen Parametern und hoher Regelgenauigkeit (die Genauigkeit der automatischen Spannungsregelung kann ±0,25 % erreichen).
Hohe Flexibilität und Konfigurierbarkeit: Die softwarebasierte Steuerlogik ermöglicht die Anpassung derselben Hardwareplattform (DSPX-Board) über verschiedene Konfigurationen an verschiedene Erregeranwendungen, von einfach bis komplex und von thermischer bis hin zu Wasserkraft, wodurch das Ersatzteilmanagement und Upgrade-Projekte vereinfacht werden.
Leistungsstarke Diagnose und Wartbarkeit: Umfangreiche Statusüberwachung, Fehlerprotokollierung und transparenter Zugriff über die Tastatur/Toolbox reduzieren die mittlere Reparaturzeit (MTTR) erheblich und verbessern die Wartbarkeit der Geräte.
Unterstützt hochzuverlässige Architekturen: Sein Design unterstützt nativ redundante Konfigurationen und macht es zu einer Kernkomponente für den Aufbau geschäftskritischer, „niemals ausfallender“ Steuerungssysteme für die Stromerzeugung, die die strengen Verfügbarkeitsanforderungen moderner Kraftwerke erfüllen.
Einhaltung internationaler Standards: Das Design und die Herstellung des EX2100-Systems und seiner Komponenten (einschließlich des DSPX-Boards) entsprechen zahlreichen internationalen Elektro- und Sicherheitsstandards, einschließlich der IEEE 421.x-Serie für Erregersysteme, UL, CSA, IEC usw., und gewährleisten so globale Konformität und Interoperabilität.