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TU830V1 3BSE013234R1
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Die TU830V1 Extended Module Termination Unit (MTU) ist eine leistungsstarke, hochdichte Signalverbindungs- und Abschlusseinheit, die von ABB für das S800-E/A-System entwickelt wurde. Mit dem Produktcode 3BSE013234R1 ist es speziell für 50-V-Anwendungsumgebungen konzipiert. Als passive Brücke zwischen I/O-Modulen und Feldgeräten optimiert es den Verkabelungsprozess und erhöht die Systemzuverlässigkeit und den Wartungskomfort. Das Gerät unterstützt bis zu 16 E/A-Kanäle und zwei unabhängige Feldprozessstromanschlüsse und ist damit eine Kernkomponente für den Aufbau kompakter und effizienter Schaltschränke für die industrielle Automatisierung.
Der TU830V1 folgt einer modularen Designphilosophie und nutzt mechanische Kodierschlüssel, um das falsche Einsetzen von I/O-Modulen zu verhindern. Außerdem verfügt er über integrierte Modulverriegelungs- und Systemerdungsmechanismen, die einen langfristig stabilen Betrieb in anspruchsvollen Industrieumgebungen gewährleisten. Sein Design entspricht mehreren internationalen Elektronormen. Es wird häufig in der Energie-, Prozessindustrie, Fertigung und anderen Sektoren eingesetzt und ist mit verschiedenen ABB-Steuerungssystemen kompatibel, darunter 800xA, Advant OCS und Compact Product Suite.
Umfangreiche Kompatibilität: Entwickelt für die nahtlose Zusammenarbeit mit der umfassenden Palette an S800-E/A-Modulen von ABB. Es ist kompatibel mit analogen Eingangsmodulen wie AI810, AI815, AI820, AI830/AI830A, AI835/AI835A, AI843, AI845; analoge Ausgangsmodule wie AO810/AO810V2, AO815, AO820, AO845/AO845A; digitale Eingangsmodule einschließlich DI810, DI811, DI814, DI830, DI831, DI840, DI880, DI885; digitale Ausgangsmodule wie DO810, DO814, DO815, DO818, DO840, DO880; und HART-Kommunikationsmodule wie DP820 und DP840. Dies macht den TU830V1 zu einer äußerst flexiblen Plattform für den Aufbau vielseitiger I/O-Stationen.
Vollständige integrierte Installation: Das Gerät integriert Dreileiter-Anschlussklemmen, Sicherungshalter und Feldstromverteilung in einem einzigen Gerät. Benutzer können alle Verbindungen – von Feldsignalen (einschließlich I/O-Signalen und gemeinsamem ZP) bis hin zur Prozessleistung (L+/L-) – auf einer einzigen Einheit herstellen, was die Schaltschrankverkabelung erheblich vereinfacht und Installationsraum und -zeit spart.
Kanaldesign mit hoher Dichte: Eine einzelne TU830V1-Einheit unterstützt bis zu 16 unabhängige I/O-Kanäle. Jeder Kanal verfügt über zwei I/O-Signalanschlüsse (z. B. A1/B1) und einen gemeinsamen Anschluss (ZP). Darüber hinaus bietet es zwei unabhängige und isolierte Feldprozessstromeingänge (UP1 und UP2), die jeweils mit einer 6,3-A-Sicherung ausgestattet sind und so den Anforderungen einer Mehrkanal-Stromversorgung gerecht werden.
Zuverlässiges mechanisches und elektrisches Design:
Mechanische Codierschlüssel: Ausgestattet mit zwei mechanischen Schlüsseln mit sechs Positionen, die insgesamt 36 verschiedene mechanische Konfigurationskombinationen bieten. Dadurch wird physisch verhindert, dass nicht übereinstimmende E/A-Module falsch eingesetzt werden, was die Systemsicherheit auf Hardwareebene erhöht.
Modulverriegelungsmechanismus: Eine integrierte mechanische Verriegelung befestigt das I/O-Modul sicher an der MTU. Die Verriegelungsaktion sendet gleichzeitig ein BLOCK-Signal zur Freigabe an das Modul, wodurch sichergestellt wird, dass das Modul seinen Initialisierungszustand erst verlassen und den Betrieb aufnehmen kann, nachdem es ordnungsgemäß installiert und verriegelt wurde. Dadurch werden Störungen durch spannungsführendes Ein-/Ausstecken oder schlechten Kontakt vermieden.
DIN-Schienen-Erdung: Verfügt über eine Schnappverriegelung, die das Gerät sicher auf einer Standard-DIN-Schiene (35 mm) befestigt und eine zuverlässige Erdung gewährleistet.
ModuleBus-Integration und Adresszuweisung: Der TU830V1 integriert einen Teil des ModuleBus, der für die Verteilung des Kommunikationsbusses vom Controller oder der vorherigen Einheit zum angeschlossenen E/A-Modul und weiter zur nächsten MTU verantwortlich ist. Außerdem generiert es durch die Verarbeitung von Positionssignalen automatisch die richtige physikalische Adresse für das angeschlossene E/A-Modul und vereinfacht so die Systemkonfiguration.
Der TU830V1 nutzt einen dreireihigen (Reihen A, B, C) Schraubklemmenblock mit 20 Positionen (X1). Die Aufteilung ist klar und funktional zoniert:
Prozessstromklemmen: Befindet sich an den Enden des Klemmenblocks (Positionen 1-2 und 19-20). Reihe A entspricht L1- und L2- (negative Leistung), Reihe B entspricht L1+ und L2+ (positive Leistung) und bietet Anschlusspunkte für zwei unabhängige Feldstromversorgungen. Die Positionen in Zeile C sind NC (nicht verbunden).
E/A-Signal- und gemeinsame Anschlüsse: Die Positionen 3 bis 18 entsprechen den 16 E/A-Kanälen. Jeder Kanal belegt eine Position in den Reihen A, B und C:
Reihe A: Verbindet normalerweise die „negative“ oder „Rückleitung“ des Feldsignals (abhängig vom Modultyp), beschriftet mit A1 bis A16.
Zeile B: Verbindet normalerweise die „positive“ oder „Signal“-Leitung des Feldsignals, beschriftet mit B1 bis B16.
Zeile C: Verbindet den gemeinsamen Referenzpunkt (ZP) des Kanals mit der Bezeichnung C1 bis C16. Bei Eingangsmodulen wird die Feldspannung typischerweise über Reihe B (positive Leistung) und Reihe C (ZP, negative Leistung) bereitgestellt.
Die Prozessleistung ist in zwei vollständig galvanisch getrennte Gruppen aufgeteilt: UP1 und UP2:
Jede Gruppe bedient 8 aufeinanderfolgende E/A-Kanäle (z. B. UP1 für die Kanäle 1–8, UP2 für die Kanäle 9–16).
Jede Gruppe verfügt über eigene unabhängige L+- und L--Stromeingangsklemmen und ist mit einer trägen 6,3-A-Glasrohrsicherung (5 x 20 mm) vorinstalliert.
Dieses gruppierte Isolationsdesign erhöht die Systemzuverlässigkeit, da ein Fehler in einer Leistungsgruppe den normalen Betrieb der Kanäle in der anderen Gruppe nicht beeinträchtigt. Benutzer sollten den geeigneten Sicherungswert basierend auf Typ und Last der angeschlossenen E/A-Module auswählen und sich dabei auf die empfohlenen Werte im Handbuch beziehen.
Je nach Typ und Konfiguration der angeschlossenen I/O-Module verfügt der TU830V1 über spezifische Empfehlungen zur Sicherungsauswahl für jeden Prozessstromkreis (L1/L2). Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Informationen zusammen. Bei der Auswahl ist eine strikte Einhaltung zwingend erforderlich.
Tabelle: Empfohlene Sicherungsauswahlhilfe für TU830/TU830V1 (basierend auf einer 24-V-Prozessstromversorgung)
| zum Modultyp¹ | Konfigurationshinweis | Gesamtstromverbrauch bei 24-V-Versorgung (beide Gruppen UP1+UP2) | Empfohlene Sicherung² pro Gruppe (L1 oder L2) |
|---|---|---|---|
| Digitale Ausgangsmodule | |||
| DO810 / DO814 / DO818 / DO840 / DO880 | Nicht anwendbar | Hängt von der Belastung ab | Gesamtlaststrom (eine Gruppe mit 8 Kanälen) + 2A |
| DO815 | Nicht anwendbar | Hängt von der Belastung ab | Gesamtlaststrom (eine Gruppe mit 4 Kanälen) + 2A |
| Digitale Eingangsmodule | |||
| DI810 | 2-Draht-Anschluss | 144 mA (9 mA/Kanal bei 30 V) | 125mA |
| DI811 | 2-Draht-Anschluss | 96 mA (6 mA/Kanal bei 60 V) | 80mA |
| DI814 | 2-Draht-Anschluss | 144 mA (9 mA/Kanal bei 30 V) | 125mA |
| DI830 | 2-Draht-Anschluss | 144 mA (9 mA/Kanal bei 30 V) | 125mA |
| DI831 | 2-Draht-Anschluss | 100 mA (6,25 mA/Kanal bei 30 V) | 80mA |
| DI840 | 2-Draht-Anschluss | 159 mA (intern + 9 mA/Kanal bei 30 V) | 250 mA (L1) |
| DI880 | 2-Draht-Anschluss | 175 mA (intern 10 mA/Kanal bei 30 V) | 315 mA (L1) |
| DI885 | 2-Draht-Anschluss | 32 mA (4 mA/Kanal bei 30 V) | 63 mA (L1 für 24 V, L2 für 48 V) |
| Analoge Ausgangsmodule | |||
| AO810 / AO810V2 | Nicht anwendbar | 245mA | 400 mA (L1 oder L2) |
| AO815 | Nicht zutreffend | 218mA | 400 mA (L1) |
| AO845 / AO845A | Nicht anwendbar | 218mA | 400 mA (L1) |
| Analoge Eingangsmodule | |||
| AI810 | 2-Draht-Anschluss | 184 mA (23 mA/Kanal) | 160mA |
| AI815 | 2-Draht-Anschluss | 265 mA (intern + 23 mA/Kanal) | 200mA |
| AI820 | 2-Draht-Anschluss | 92 mA (23 mA/Kanal) | 80mA |
| AI845 | 2-Draht-Anschluss | 265 mA (intern + 23 mA/Kanal) | 200mA |
| HART-Module | |||
| DP840 | 2-Draht, NAMUR | 122 mA (intern + 8,2 mA/Kanal bei 8,2 V) | 200 mA (L1) |
| DP840 | 2-Draht, 12V | 124 mA (intern + 4,3 mA/Kanal bei 12 V) | 200 mA (L1) |
| DP840 | 2-Draht, 24V | 145 mA (intern + 4 mA/Kanal bei 24 V) | 250 mA (L1) |
Hinweis 1: Bei Anschluss von 3-Leiter-Feldgeräten ist zusätzlich deren interne Stromaufnahme zu berücksichtigen.
Hinweis 2: Es müssen träge Sicherungen vom Typ 5 x 20 mm verwendet werden.
Hinweis 3: Bei einigen Modulen (z. B. AI830/AI830A, AI835/AI835A, AI843, AO820) wird keine Prozessleistung genutzt; Die Sicherungsauswahl ist „Nicht anwendbar (NA)“.
Hinweis 4: Bei Modulen wie DP820 hängt der Sicherungswert vollständig von der Last ab.
Die TU830V1 Extended Module Termination Unit ist eine wichtige Komponente innerhalb der ABB S800 I/O-Systemarchitektur. Sein Wert zeigt sich in folgenden Aspekten:
Erhöht die Systemzuverlässigkeit: Mehrere Konstruktionsmerkmale – wie mechanisches Anti-Mismatch-Einstecken, Modulbetriebsverriegelung, gruppierte isolierte Stromversorgung und Sicherungsschutz – minimieren das Risiko menschlicher Fehler und elektrischer Fehler und stellen den kontinuierlichen und stabilen Betrieb des Steuerungssystems sicher.
Vereinfacht Engineering und Wartung: Vorbereitete Anschlüsse und klare Beschriftung ermöglichen eine schnelle und standardisierte Feldverkabelung. Der modulare Aufbau ermöglicht den Austausch oder die Aufrüstung einzelner I/O-Module ohne umfangreiche Neuverkabelung, was zu kurzen Wartungsfenstern und einfachen Bedienungen führt.
Optimiert die Raumnutzung: Das hochdichte Design ermöglicht die Bereitstellung von mehr E/A-Punkten auf begrenztem Schrankraum und eignet sich daher besonders für kompakte Schaltschränke oder komplexe Anwendungen, die eine umfangreiche Signalverarbeitung erfordern.
Erhöht die Systemflexibilität: Die Kompatibilität mit fast allen Arten von S800-E/A-Modulen ermöglicht es Benutzern, Module basierend auf bestimmten Signaltypen (analog, digital, HART) und Punktanforderungen flexibel zu kombinieren und so hochgradig individuelle E/A-Stationen zu erstellen. Es unterstützt auch die ModuleBus-Kaskadenerweiterung.
Einhaltung von Normen und Umweltanforderungen: Das Produkt erfüllt die Schutzart IP20, die IEC-Isolierungsstandards und entspricht der EU-RoHS-Richtlinie (2011/65/EU) und entspricht damit den modernen Branchenanforderungen für elektrische Sicherheit und Umweltschutz.
| Artikelspezifikation | /Parameter |
|---|---|
| Prozessverbindungen | Bis zu 56 Anschlüsse: 16 E/A-Kanäle x (2 Signale + 1 ZP) + 4 Prozessstromanschlüsse + 2 gemeinsame Leistungsanschlüsse |
| Bewertet max. Dauerstrom pro I/O-Kanal | 2 A |
| Bewertet max. Dauerstrom pro Prozessstromanschluss (L+) | 5 A |
| ModuleBus-Stromverteilung | +5V max. Strom: 1,5 A; +24V max. Strom: 1,5 A |
| Sicherung (Standard) | 6,3 A (Time-Lag-Glasröhre, 5x20 mm) |
| Akzeptable Drahtgrößen | Massiver Kern: 0,2 – 4 mm² Verseilt: 0,2 – 2,5 mm², 24 – 12 AWG Empfohlenes Drehmoment: 0,5 – 0,6 Nm Abisolierlänge: 7 mm |
| Mechanische Codierschlüssel (2) | 36 verschiedene Kombinationen |
| I/O-Modulsperre | Sperrt das Modul und gibt den Betrieb frei |
| Ausrüstungsklasse | Gemäß IEC 61140: Geräte der Klasse I (erdgeschützt) |
| Schutzklasse | Gemäß IEC 60529: IP20 |
| Bemessungsisolationsspannung | 50 V |
| Dielektrische Prüfspannung | 500 V Wechselstrom |
| Physikalische Dimensionen | Breite: 126 mm (inkl. Stecker), 120,5 mm Kante an Kante montiert Tiefe: 64 mm (inkl. Anschlüsse) Höhe: 110 mm |
| Gewicht | Ca. 0,28 kg |