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CI867K01 3BSE043660R1
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CI867K01 ist ein leistungsstarkes Modbus-TCP-Kommunikationsschnittstellenmodul, das von ABB für seine AC 800M-Serie speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) und verteilter Steuerungssysteme (DCS) entwickelt wurde. Das Produkt ist modular aufgebaut und besteht aus der CI867-Kommunikationsschnittstelleneinheit und der TP867-Montagegrundplatte mit der Teilenummer 3BSE043660R1. Es wird speziell verwendet, um AC 800M-Controllern innerhalb industrieller Automatisierungsnetzwerke die standardmäßige Kommunikationsfähigkeit des Ethernet-basierten Modbus TCP-Protokolls bereitzustellen und so einen effizienten und zuverlässigen Datenaustausch mit Geräten von Drittanbietern zu ermöglichen, die Modbus TCP unterstützen (z. B. Sensoren, Messgeräte, Antriebe, HMIs oder übergeordnete Überwachungssysteme).
Als Schlüsselkomponente des AC 800M Communication Expansion Bus (CEX-Bus) erweitert der CI867K01 die Konnektivität und Interoperabilität des Controllers erheblich und ermöglicht so eine nahtlose Integration in umfassendere industrielle Internet-of-Things- (IIoT) und Fabrikautomatisierungsarchitekturen.
Der CI867K01 ist als stabile, flexible und leicht integrierbare Kommunikationslösung für anspruchsvolle Industrieumgebungen konzipiert. Seine wichtigsten Funktionsmerkmale sind wie folgt:
1. Dual-Ethernet-Port-Design:
Das Modul bietet zwei unabhängige physische Ethernet-Ports (CH1 und CH2). CH1 unterstützt 10/100M Auto-Negotiation und kann für die Verbindung mit dem Hauptsteuerungsnetzwerk oder Hochgeschwindigkeitsgeräten verwendet werden. CH2 ist ein fester 10-Mbit-Port, der für Geräte mit niedrigerer Geschwindigkeit oder als Redundanz-/Diagnosenetzwerk verwendet werden kann. Dieses Dual-Port-Design erhöht die Flexibilität und Zuverlässigkeit der Netzwerkverbindung und erleichtert die Netzwerksegmentierung oder Kaskadierung.
2. Vollständige Unterstützung des Modbus TCP-Protokollstapels:
Der CI867K01 verfügt über eine integrierte vollständige Modbus TCP-Server- und/oder Client-Funktionalität. Der AC 800M-Controller kann dieses Modul verwenden, um als Modbus TCP-Master zu fungieren, der aktiv von Slave-Geräten im Netzwerk liest oder auf sie schreibt, oder als Slave, um auf Datenanforderungen von anderen Mastern (z. B. SCADA-Systemen) zu reagieren. Es hält sich strikt an den Modbus TCP-Standard und gewährleistet so eine umfassende Kompatibilität mit zahlreichen Geräten von Drittanbietern.
3. Plug-and-Play- und Hot-Swap-Unterstützung:
Das Modul unterstützt Hot-Swap-Funktionalität. Es kann bei laufendem System am CEX-Bus installiert oder vom CEX-Bus entfernt werden (unter Beachtung sicherer Betriebsverfahren und zuerst dem Trennen der Kommunikationskabel). Dies erleichtert die Wartung, Erweiterung und Aktualisierung des Systems erheblich und reduziert geplante Ausfallzeiten.
4. Unterstützung der Redundanzkonfiguration:
In Systemen, die eine hohe Verfügbarkeit erfordern, unterstützt der CI867K01 die Redundanzkonfiguration. Zwei CI867-Module können parallel betrieben werden, eines als Primärmodul und das andere als Backup. Fällt das Primärmodul aus, kann das Backup-Modul nahtlos Kommunikationsaufgaben übernehmen und so die Kontinuität der Steuerungsnetzwerkkommunikation gewährleisten. Die LED-Anzeigen PRIM (Primär) und DUAL (Redundant) auf der Vorderseite zeigen deutlich die Rolle und den Status des Moduls in einem redundanten System an.
5. Mechanischer Tastensperrmechanismus (Alpha-Code-Sperre):
Die TP867-Grundplatte ist mit einer voreingestellten mechanischen Tastensperre mit zwei Buchstaben ausgestattet. Die Kommunikationseinheit CI867 verfügt über einen passenden Schlüssel. Bei diesem Design handelt es sich um einen physischen Fehlerschutzmechanismus, der sicherstellt, dass nur der richtige Typ der Kommunikationsschnittstelleneinheit (CI867) auf der entsprechenden Grundplatte (TP867) installiert werden kann, wodurch Hardwareschäden oder Systemausfälle durch die Installation inkompatibler Module verhindert werden. Der Schlüsselcode für CI867/TP867 ist DB.
6. Umfassende Statusdiagnoseanzeigen:
Die Vorderseite des Moduls ist mit einer Reihe mehrfarbiger LED-Anzeigen ausgestattet, die intuitive Status- und Diagnoseinformationen liefern:
- F (Rot): Fehleranzeige. Leuchtet, wenn ein schwerwiegender Hardware- oder Kommunikationsfehler im Modul erkannt wird.
- R (Grün): Betriebsanzeige. Leuchtet dauerhaft, wenn das Modul normal funktioniert.
- RxTx1 / RxTx2 (Gelb): Datensende-/Empfangsanzeigen. Entspricht den Anschlüssen CH1 und CH2. Blinkt, wenn Ethernet-Pakete gesendet oder empfangen werden, was die Überwachung des Netzwerkverkehrs und die Fehlerbehebung erleichtert.
- PRIM (Gelb): Primärmodulanzeige (leuchtet in redundanter Konfiguration).
- DUAL (Gelb): Redundantmodusanzeige (leuchtet, wenn das Modul in einer redundanten Konfiguration betrieben wird).
7. Nahtlose Integration in die AC 800M-Architektur:
Der CI867K01 ist ein integraler Bestandteil der AC 800M-Hardwareplattform. Die Verbindung zur AC 800M-Prozessoreinheit (z. B. PM851, PM856, PM860, PM861, PM864, PM865, PM866, PM891 usw.) erfolgt über den Standard-CEX-Bus (Communication Expansion Bus). Der CEX-Bus versorgt Kommunikationsmodule mit Strom, einem Hochgeschwindigkeits-Datenkanal und einem Synchronisationstakt und gewährleistet so eine Echtzeit- und deterministische Kommunikation.
8. Umfassende Systemkompatibilität:
Das Modul ist mit verschiedenen AC 800M-Systemversionen kompatibel, darunter:
- Steuerungssysteme: 800xA, Compact Product Suite.
- Controller-Hardwareversionen: AC 800M Hardware 5.0, 5.1.
- Systemversion: 800xA 6.0 System.
Dies gewährleistet die Anwendbarkeit sowohl bei bestehenden System-Upgrades als auch bei neuen Projekten.
Die Funktionalität des CI867K01 basiert auf seiner ausgefeilten Hardware-Architektur und der engen Zusammenarbeit mit dem AC 800M-Controller. Sein Funktionsprinzip lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
1. Hardware-Architekturschichten:
Das CI867K01-System ist physikalisch in zwei Schichten unterteilt:
TP867-Grundplatte: Dies ist die feste Montagebasis und der externe Verbindungsknoten des Moduls. Es wird fest auf der DIN-Schiene montiert und trägt alle externen Anschlussklemmen, darunter:
Zwei RJ45-Ethernet-Buchsen (CH1, CH2).
CEX-Bus-Anschlüsse zum Anschluss an die AC 800M-Prozessoreinheit und andere CEX-Module.
Mechanisches Schlüsselschloss und DIN-Schienenverriegelung.
Die Grundplatte beherbergt intern ein Termination Board, das für die Signalaufbereitung, -isolierung und -weiterleitung verantwortlich ist.
CI867-Kommunikationseinheit: Dies ist das steckbare Modul, das die Kernelektronik enthält. Die elektrische Verbindung zur TP867-Grundplatte erfolgt über Anschlüsse an der Unterseite. Sein Innenraum umfasst hauptsächlich:
CEX-Bus-Schnittstellenschaltung: Verantwortlich für den schnellen, parallelen Datenaustausch mit dem AC 800M-Prozessor unter Einhaltung des CEX-Bus-Kommunikationsprotokolls und des Timings.
Haupt-CPU und Speicher: Führt den Modbus TCP-Protokollstapel aus, kümmert sich um die Kapselung/Entkapselung von Daten, verwaltet Kommunikationssitzungen und führt notwendige Diagnoseroutinen aus.
Ethernet-Transceiver (PHY): Zwei unabhängige Chips steuern CH1 bzw. CH2 und implementieren die Kodierung, Dekodierung und Ansteuerung von Ethernet-Signalen auf der physikalischen Ebene.
DC/DC-Leistungswandler: Wandelt die 24-V-Gleichstromleistung vom CEX-Bus in die niedrigen Spannungen (z. B. +3,3 V) um, die von den internen Schaltkreisen des Moduls (CPU, Speicher, PHY) benötigt werden.
2. Datenkommunikationsfluss:
Downstream (Controller -> Externes Gerät):
Die Benutzeranwendung im AC 800M-Controller generiert Daten, die über Kommunikationsfunktionsblöcke gesendet werden sollen, die mit dem Engineering-Tool Control Builder M konfiguriert wurden.
Die Daten werden über den internen Kommunikationscontroller des Prozessors über den CEX-Bus mit hoher Priorität und deterministisch an die CEX-Bus-Schnittstelle des CI867-Moduls gesendet.
Die CPU des CI867 empfängt die Daten und verpackt sie gemäß der Protokollspezifikation der Modbus TCP-Anwendungsschicht in einen Modbus TCP-Frame, der Transaktions-ID, Einheiten-ID, Funktionscode und Datenbereich enthält.
Dieser Frame wird an den TCP/IP-Stack übergeben, der einen TCP-Header (der die Portnummer angibt, normalerweise 502) und einen IP-Header hinzufügt.
Das IP-Paket wird an den Ethernet-Treiber weitergeleitet, der einen Ethernet-Frame-Header und -Trailer (einschließlich Ziel-MAC-Adresse) hinzufügt.
Der vollständige Ethernet-Frame wird vom entsprechenden Ethernet-Transceiver (PHY) in Signale auf physikalischer Ebene umgewandelt und vom CH1- oder CH2-Port an das Ethernet-Netzwerk übertragen, um schließlich das Ziel-Modbus-TCP-Slave-Gerät zu erreichen.
Upstream (Externes Gerät -> Controller):
Ein von einem externen Modbus TCP-Master gesendeter Anforderungsrahmen kommt über das Netzwerk am Ethernet-Port des CI867 an.
Der Ethernet-Transceiver (PHY) empfängt das Signal, wandelt es in digitale Daten um und leitet sie an die CPU des Moduls weiter.
Der Protokollstapel der CPU analysiert den Ethernet-Frame, das IP-Paket und das TCP-Segment Schicht für Schicht und extrahiert schließlich die ursprüngliche Modbus TCP-Anforderungsnachricht.
Die CPU analysiert die Anforderung entsprechend dem Modbus-Funktionscode (z. B. 03 Read Holding Registers, 06 Write Single Register) und führt über die CEX-Bus-Schnittstelle einen Lese- oder Schreibvorgang im speicherabgebildeten Bereich des AC 800M-Controllers aus (entsprechend tatsächlichen E/A-Punkten oder internen Variablen).
Nach Abschluss des Vorgangs formuliert die CPU des CI867 die Modbus TCP-Antwortnachricht, kapselt sie in umgekehrter Reihenfolge des oben beschriebenen Downstream-Prozesses und sendet sie über den Ethernet-Port zurück an den anfordernden Master.
3. Integrationsprinzip mit dem AC 800M-System:
Adresszuordnung: Dem CI867-Modul wird innerhalb des Systems eine logische Stationsadresse zugewiesen. Die AC 800M-Steuerungssoftware (Steuerungssoftware) ordnet durch technische Konfiguration die Modbus TCP-Kommunikationsdatenbereiche (z. B. Spulen, diskrete Eingänge, Halteregister, Eingangsregister) bestimmten Speicheradressen in der Steuerung oder direkt Kanälen angeschlossener S800-E/A-Module zu. Diese Zuordnung ist für das Anwendungsprogramm transparent; Programmierer können auf Remote-Modbus-Daten zugreifen, als wären sie lokale Variablen.
Echtzeitleistung und Determinismus: Der CEX-Bus ist ein dedizierter interner Hochgeschwindigkeitsbus im AC 800M, dessen Kommunikationszyklus mit dem Controller-Scan-Zyklus synchronisiert ist. Dadurch wird sichergestellt, dass der Datenaustausch zwischen dem CI867 und dem Prozessor eine hohe Echtzeitleistung und Determinismus aufweist, sodass die Modbus-TCP-Kommunikation die Timing-Anforderungen der meisten industriellen Steuerungsszenarien erfüllen kann.
Redundanzmechanismus: In einer redundanten Konfiguration teilen sich die beiden CI867-Module dieselben IP- und MAC-Adressen (verwaltet von der Systemsoftware durch Adressaustausch). Das Primärmodul verarbeitet den gesamten Kommunikationsverkehr und synchronisiert wichtige Statusinformationen mit dem Backup-Modul über interne Mechanismen (möglicherweise koordiniert mit der Controller-Redundanzverbindung). Sobald ein Ausfall des Primärmoduls erkannt wird, aktiviert das Backup-Modul sofort seine Netzwerkports und übernimmt die Kommunikation unter Verwendung derselben Netzwerkidentität, wodurch eine stoßfreie Umschaltung auf Netzwerkebene erreicht wird.
4. Netzwerkverbindungspraktiken:
Die beiden RJ45-Ports des Moduls werden normalerweise über abgeschirmte Twisted-Pair-Kabel (empfohlen CAT5e oder höher) mit einem industriellen Ethernet-Switch verbunden. Der Switch bietet eine Sterntopologie für das gesamte Steuerungssystemnetzwerk, sorgt für eine stabile Kommunikation und isoliert Kollisionsdomänen. Die ordnungsgemäße Erdung, der Umgang mit der Kabelabschirmung und die Einhaltung der EMV-Installationsrichtlinien (z. B. die Einhaltung eines ausreichenden Abstands zu Stromkabeln) sind entscheidend für die Gewährleistung der Kommunikationszuverlässigkeit in industriellen Umgebungen mit elektromagnetischen Störungen.
Der CI867K01 eignet sich für alle Bereiche der industriellen Automatisierung, in denen die Integration von AC 800M-Controllern in Netzwerke auf Basis des Modbus TCP-Protokolls erforderlich ist. Typische Anwendungen sind:
Prozessindustrien: Öl und Gas, Chemie, Energieerzeugung, Wasser-/Abwasseraufbereitung, Pharmazeutik, zum Anschluss von Smart Metern, Analysatoren, Gaschromatographen, Durchflussrechnern usw. von Drittanbietern.
Fertigungsautomatisierung: Automobil, Lebensmittel und Getränke, Verpackung, Produktionslinien für den Materialtransport, für den Datenaustausch mit Robotern, Bildverarbeitungssystemen, intelligenten Sensoren, spezialisierten Werkzeugmaschinensteuerungen.
Gebäudeautomation: Integration von HVAC-Systemen, Lichtsteuerung, Sicherheitssystemen usw.
Energiemanagement: Anbindung von Smart Metern, PV-Wechselrichtern, Energiespeichersystemen zur Datenerfassung und Überwachung.
Als Gateway fungieren: In einigen Architekturen kann der AC 800M mit CI867K01 als Protokoll-Gateway dienen, der Daten von Geräten im Modbus TCP-Netzwerk konsolidiert und über andere Busse (z. B. PROFIBUS DP, FF HSE) an übergeordnete DCS- oder SCADA-Systeme hochlädt.
Abmessungen (B x H x T): 59 mm × 186 mm × 127,5 mm
Gewicht: ca. 0,7 kg (inkl. Grundplatte)
Schutzart: IP20 (gemäß EN60529/IEC 529), geeignet für den Einbau in Gehäusen.
Montage: Horizontale Montage auf Standard-DIN-Schiene (NS 35/7,5, konform mit EN50022).
Umwelt & Compliance:
Entspricht der EU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU.
WEEE-Kategorie 5 (Kleingeräte).
Enthält 0 Batterien.
Stromversorgung: Erhält 24 V DC-Betriebsspannung vom Controller über den CEX-Bus.
Stromverbrauch: Typisch 160 mA (max. 250 mA), typische Verlustleistung 3,8 W.
Kommunikationsanschlüsse:
Kanal 1 (CH1): Ein RJ45-Port, der 10/100 Mbit/s Fast Ethernet mit automatischer Aushandlung unterstützt (IEEE 802.3u 10/100Base-TX).
Kanal 2 (CH2): Ein RJ45-Port, der 10 Mbit/s Ethernet (IEEE 802.3 10Base-T) unterstützt.
Unterstütztes Protokoll: Modbus TCP (basierend auf dem Standard-Ethernet-TCP/IP-Stack).