ABB
HESG324063R100
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Der 216DB61 ist eine zentrale Binäreingangs- und Auslöseausgangseinheit innerhalb des numerischen Generatorschutzsystems ABB REG 216. Es handelt sich um ein hochintegriertes und wichtiges multifunktionales I/O-Modul, das im Schutzsystem eine doppelte Rolle spielt: Es ist für die Erfassung externer Binärsignale (z. B. Block-, Verriegelungs-, Statussignale) verantwortlich und führt Auslösebefehle aus, die von Schutzfunktionen ausgegeben werden, und steuert direkt Auslöserelais an. Sein Design konzentriert sich auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Flexibilität und stellt sicher, dass Schutzbefehle präzise und ohne Verzögerung ausgeführt werden, und stellt gleichzeitig die notwendige Logikeingangsschnittstelle für das System bereit.
Diese Einschubeinheit wird in die Standardgeräteschränke 216MB66 oder 216MB68 des REG 216-Systems eingebaut und ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines vollständigen Schutzsystems. Es wird häufig in Schutzsystemen für Generatoren, große Motoren, Transformatoren und Einspeisungen eingesetzt.
Die Einheit 216DB61 integriert 16 binäre Eingangskanäle und 8 Auslöseausgangskanäle. Seine Funktionen lassen sich klar in zwei Hauptkategorien einteilen:
1. Binäreingangsfunktion
Kanalkapazität: Bietet 16 binäre Eingangskanäle (CHI01 bis CHI16).
Signalerfassung: Empfängt galvanisch isolierte externe Trockenkontaktsignale von der Eingangsrelaiseinheit 216GE61. Diese Signale stellen typischerweise Folgendes dar:
Blockierungssignale: Manuelle oder automatische Blockierung bestimmter Schutzfunktionen.
Verriegelungssignale: Beurteilung des Betriebszustands von anderen Systemen oder Geräten.
Statussignale: Fernstellungsanzeigen für Leistungsschalter, Trennschalter usw.
Signale aktivieren/deaktivieren: Status der Schalter zum Aktivieren/Deaktivieren von Funktionen.
Signalübertragung: Überträgt die erfassten externen Binärstatus in Echtzeit über den B448C-Parallelbus an die 216VC62a-Verarbeitungseinheit zur Verwendung durch Schutzlogik- und Steuerungssysteme.
2. Auslöseausgangsfunktion
Kanalkapazität: Bietet 8 unabhängige Auslöseausgangskanäle (CHO01 bis CHO08).
Befehlsausführung: Empfängt Auslösebefehle von der 216VC62a-Verarbeitungseinheit (über den B448C-Bus) und treibt ihre internen Ausgangsstufen an, die wiederum die Hochleistungs-Auslöserelais in der Auslöserelaiseinheit 216GA62 steuern.
Sicherheitsdesign: Die Auslöseausgangskanäle sind die letzte Ausführungsstufe des Schutzsystems. Ihr Design gewährleistet eine hohe Zuverlässigkeit und umfasst umfassende Kanalfreigabe- und Blockierungsmechanismen, um Fehlbedienungen vorzubeugen.
3. Erweiterte Steuerfunktionen
Aktivieren und Blockieren: Das Gerät verfügt über eine einzigartige Aktivierungs- und Blockierungslogik auf Hardwareebene, die über vier spezielle Eingangskanäle CHI13 bis CHI16 implementiert wird:
Enable 1 und Enable 2: Diese beiden Eingänge (CHI13, CHI14) bilden eine UND-Logik. Alle 8 Auslöseausgangskanäle dürfen nur arbeiten, wenn beide Eingänge aktiviert sind (logisch „1“). Dies wird typischerweise zum Bestätigen der Systembetriebsbedingungen verwendet, z. B. „Regelstrom in Ordnung“ und „System steht nicht unter Wartungsbefehl“.
Block 1 und Block 2: Diese beiden Eingänge (CHI15, CHI16) bilden eine ODER-Logik. Wenn einer von beiden erregt ist (logisch „1“), werden alle 8 Auslöseausgangskanäle sofort blockiert, unabhängig von der Schutzfunktion. Dies wird zur Notabschaltung, zur Wartungsisolation oder zum Blockieren von Befehlen von Systemen mit höherer Priorität verwendet.
Ausgangstreiberüberwachung: Das Gerät überwacht kontinuierlich den Status der 8 Auslöseausgangskanaltreiber. Wenn in einem Treiber ein Fehler wie etwa ein Kurzschluss erkannt wird, blockiert das Gerät automatisch die gesamte Kanalgruppe, zu der der fehlerhafte Treiber gehört (Kanäle sind in zwei Gruppen unterteilt: 1/3/5/7 und 2/4/6/8) und löst einen Alarm aus, wodurch ein Fail-Safe-Prinzip umgesetzt wird.
Der Betrieb der 216DB61-Einheit ist ein kollaborativer Prozess, der Hardware, Software und Buskommunikation umfasst. Sein Signalfluss und sein logischer Entscheidungsprozess sind wie folgt:
1. Binäreingangssignalfluss
Schritt 1: Signalverbindung. Externe Feldbinärsignale (z. B. DC 110 V/220 V) werden zunächst in die Eingangsrelaiseinheit 216GE61 eingespeist und steuern deren interne Hilfsrelais K1–K16 an. Die Trockenkontakte dieser Relais sorgen für eine elektrische Trennung der Verbindung zur 216DB61-Einheit.
Schritt 2: Signalerfassung. Der Status der 216GE61-Relaiskontakte wird über ein Standardkabel mit dem oberen Anschluss („a“) der 216DB61-Einheit verbunden, entsprechend den Eingangskanälen CHI01 bis CHI16. Das Eingangsregister im 216DB61 scannt und speichert den Status dieser Kanäle.
Schritt 3: Busübertragung. Die gespeicherten Eingangszustände werden regelmäßig über die Busschnittstelle des Geräts auf den parallelen B448C-Bus gelegt.
Schritt 4: Logikverarbeitung. Die 216VC62a Processing Unit liest diese Eingangszustände vom Bus und ordnet diese externen Signale gemäß der in der Software vorkonfigurierten Logik (z. B. im Menü „Binärkanäle bearbeiten“) den entsprechenden Schutzfunktionen zum Blockieren, Verriegeln, Auslösen oder als Bedingungen für logische Verknüpfungen zu.
2. Signalfluss des Auslöseausgangs
Schritt 1: Befehlsgenerierung. Wenn eine Schutzfunktion (z. B. Differentialschutz, Überstromschutz) innerhalb der 216VC62a-Verarbeitungseinheit aktiviert wird und die Auslösebedingung erfüllt, generiert sie einen Auslösebefehl.
Schritt 2: Busveröffentlichung. Dieser Auslösebefehl wird als Datenpaket über den B448C-Bus gesendet.
Schritt 3: Befehlsempfang und Aktivierungsprüfung. Das 216DB61-Gerät erhält den Auslösebefehl vom Bus. Bevor der Befehl ausgeführt wird, überprüft das Gerät zunächst den Status der Hardware-Freigabe- und Blockierungslogik:
Es liest den Status von CHI13 und CHI14, um festzustellen, ob die Bedingung „Aktivieren“ erfüllt ist (beide sind „1“).
Es liest gleichzeitig den Status von CHI15 und CHI16, um festzustellen, ob die Bedingung „Blockieren“ aktiv ist (beide ist „1“).
Der Auslösebefehl kann nur ausgeführt werden, wenn die Bedingung „Freigeben“ erfüllt ist UND die Bedingung „Blockieren“ NICHT aktiv ist.
Schritt 4: Laufwerk ausgeben. Nach bestandener Logikprüfung stellt das Ausgangsregister in der 216DB61-Einheit den entsprechenden Auslösekanal ein und die Ausgangstreiberstufe wird aktiviert und erzeugt ein Ausgangssignal.
Schritt 5: Relay-Aktion. Dieses Ausgangssignal wird über den unteren Anschluss („b“) an die Auslöserelaiseinheit 216GA62 übertragen und steuert das entsprechende Auslöserelais mit hoher Kapazität und hoher Zuverlässigkeit. Die Kontakte dieses Relais schließen letztendlich den Auslösespulenstromkreis des Schaltgeräts, wodurch der Leistungsschalter geöffnet wird.
3. Hauptmerkmale und Sicherheitsmechanismen
Sicherheit auf Hardwareebene: Die Aktivierungs- und Blockierungsfunktionen werden unabhängig von der korrekten Softwareausführung über den BR1-Jumper auf der Leiterplatte des Geräts und die interne Hardwarelogik implementiert. Dies sorgt für ein höheres Maß an Sicherheit und verhindert Fehlbedienungen aufgrund von Softwareabstürzen oder Prozessorfehlern.
Ausfallsicheres Design: Die Überwachung des Ausgangstreibers stellt sicher, dass das System bei Auftreten eines Fehlers im Ausgangskreis selbst automatisch blockiert und einen Alarm auslöst, um Betriebsausfälle oder Fehlbedienungen zu verhindern und die Auswirkungen des Fehlers zu lokalisieren.
Flexible Konfiguration: Über den BR1-Jumper kann der Benutzer entscheiden, ob er die Enable/Block-Funktion für CHI13-CHI16 aktivieren möchte. Wenn sie nicht benötigt werden, können diese Kanäle als normale Binäreingänge verwendet werden. Die Zuordnung aller E/A-Kanäle zu bestimmten Schutzfunktionen wird per Software über eine tragbare Benutzeroberfläche (PC) konfiguriert, die an den 216VC62a angeschlossen ist, was große Flexibilität bietet.
Physische Struktur: Steckbare Einheit mit einer Breite von 1 Standardteilung (1T), Hot-Plug-fähig (erfordert jedoch das Abschalten der Hilfsstromversorgung vor dem Einsetzen/Entfernen).
Komponenten der Frontplatte:
PSV: Das Einsetzen des Kurzschlussstifts versetzt das Gerät in den Passivmodus und blockiert alle Funktionen; Wird für Wartungs- und Testzwecke verwendet.
RESET: Durch kurzes Einstecken des Kurzschlussstifts wird das Programm des Geräts neu gestartet.
Rote AL-LED: Gerätealarm, zeigt einen internen Fehler an.
Gelbe CH IN-LEDs (01–12): Zeigen den Status der Standard-Binäreingangskanäle CHI01–CHI12 an.
Gelbe LEDs ENABLE 1/2: Zeigen den Status der Freigabeeingänge CHI13/CHI14 an. Bei aktiver Freigabefunktion müssen diese beiden LEDs im Normalbetrieb dauerhaft leuchten.
Gelbe BLOCK 1/2-LEDs: Zeigen den Status der Blockeingänge CHI15/CHI16 an. Bei aktiver Freigabefunktion müssen diese beiden LEDs im Normalbetrieb erloschen sein.
Gelbe CH OUT-LEDs (01–08): Zeigen den Status der 8 Auslöseausgangskanäle an.
Indikatoren:
Steckdosen:
Hintere Schnittstellen:
Anschluss „a“: Wird zum Anschluss des 216GE61 für die 16 binären Eingangssignale verwendet.
Anschluss „b“: Wird zum Anschluss an den 216GA62 für die 8 Auslösebefehlsausgänge verwendet.
Hardware-Jumper-Einstellung: Der BR1-Jumper auf der Platine ist die Schlüsseleinstellung.
Position X4: Funktion freigeben/sperren INAKTIV. CHI13-CHI16 fungieren als gewöhnliche Binäreingänge.
Position X3: Funktion freigeben/sperren AKTIV. CHI13-CHI16 dienen der Kanalsteuerung.
Softwarekonfiguration: Wird über einen tragbaren PC durchgeführt, der an die 216VC62a-Schnittstelle angeschlossen ist, mit dem Bedienerprogramm:
Auslösekanäle zuweisen: Ordnen Sie bestimmte Schutzfunktionen (z. B. „87G“, „51V“) bestimmten Auslöseausgangskanälen des 216DB61 zu (z. B. CHO01).
Definieren Sie Binäreingänge: Benennen Sie jeden Binäreingangskanal, legen Sie die Entprellzeit fest und geben Sie ihn für die Ereignisaufzeichnung an.
Das 216DB61-Gerät verfügt über eine umfassende Selbstdiagnose und meldet detaillierte Fehlerinformationen über sein Gerätestatusregister:
Überwachte Elemente: Interne 5-V-Versorgung, Fehler der Ausgangstreiberstufe, Versorgung des Auslöserelaismoduls, Datenkommunikationsfehler usw.
Fehleranzeige: Bei jedem Fehler leuchtet die rote AL-LED auf der Frontplatte auf und löst einen Fernalarm über den Systembus aus.
Ereignisprotokollierung: Alle Statusänderungen und Fehlerinformationen werden in der Ereignisliste der 216VC62a-Verarbeitungseinheit aufgezeichnet und erleichtern so die Fehleranalyse.
Wartungsarbeiten: Vor dem Ein-/Ausstecken des Geräts oder der Durchführung interner Arbeiten müssen die Sicherheitsvorschriften befolgt werden, indem die Hilfsversorgung des Racks abgeschaltet wird.
Der 216DB61 ist ideal für folgende Anwendungen geeignet:
Generatorschutz: Dient als Auslöseausgang für den Hauptschutz (z. B. Differential) und den Reserveschutz (z. B. Überstrom, Erdschluss).
Großmotorschutz: Führt Auslösebefehle bei Fehlern wie Überlast, Blockierung und Kurzschluss aus.
Transformatorschutz: Wird für Auslösungen auf Basis von Differential, Buchholz, Druckentlastung usw. verwendet.
Feeder Protection: Fungiert als Ausführungseinheit für den Leitungsschutz.
Jeder Auslösekreis, der eine hohe Zuverlässigkeit und externe festverdrahtete Blockierfähigkeit erfordert.
| Artikelspezifikation | |
|---|---|
| Modell | 216DB61 |
| Typ | Binäreingangs- und Auslöseausgangseinheit |
| Eingangskanäle | 16 Binäreingänge (CHI01 - CHI16) |
| Ausgabekanäle | 8 Auslöseausgänge (CHO01 - CHO08) |
| Erweiterte Funktionen | 2 Freigabeeingänge (UND-Logik), 2 Sperreingänge (ODER-Logik) |
| Kommunikationsbus | B448C Parallelbus |
| Stromversorgung | 24 V DC vom B448C-Bus, intern umgewandelt in 5 V DC |
| Schlitzbreite | 1T (1 Standardabteilung) |
| Schlüsselpullover | BR1 (zur Aktivierung/Deaktivierung der Freigabe-/Sperrfunktion) |
| Anzeigen auf der Vorderseite | Rot/gelbe Multistatus-LEDs, PSV- und RESET-Buchsen |
| Zugehörige Einheiten | 216GE61 (Eingangsrelaiseinheit), 216GA62 (Auslöserelaiseinheit) |
| Dokumentreferenz | REG 216 Bedienungsanleitung (1MDU02005-DE) |