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GE IS200TREGH1B TREG-Klemmenplatine

  • GE

  • IS200TREGH1B

  • 4800 $

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Die Anschlussplatine IS200TREGH1B (Turbine Emergency Trip) ist eine wichtige Sicherheitsschutzkomponente in den Turbinensteuerungssystemen Mark VI und Mark Vle von GE. Es wurde speziell für die Stromversorgung von drei Notauslösemagneten entwickelt und lässt sich präzise durch den I/O-Controller steuern. Es sorgt für eine schnelle und zuverlässige Abschaltung von Brennstoff- oder Dampfventilen in Notsituationen und sichert so den Betrieb der Turbineneinheit. Die IS200TREGH1B-Klemmenplatine bildet zusammen mit der TRPG-Klemmenplatine einen vollständigen Auslöseschutzkreis: TREG versorgt die Magnetspulen mit der positiven Seite des Gleichstroms, während TRPG die negative Seite versorgt.


Als zentrales Hardwareelement des Turbinenschutzsystems bietet TREG nicht nur äußerst zuverlässige Energiemanagement- und Signalabstimmungsmechanismen, sondern unterstützt auch redundante Konfigurationen und umfassende Online-Diagnose. Es eignet sich für Notfallschutzszenarien in verschiedenen industriellen Gasturbinenanwendungen.

2. Funktionsbeschreibung

2.1 Hauptfunktionen

  • Notauslösesteuerung: Versorgt drei Auslösemagnete mit 125 V Gleichstrom (oder 24 V Gleichstrom) und implementiert die Abstimmungslogik „Zwei von Drei“ oder „Drei von Drei“ über mehrere Relais, um eine hohe Zuverlässigkeit der Auslösesignale sicherzustellen.

  • Redundantes Stromversorgungsdesign: Die Dioden-ODER-Kombination der Steuerspannung von den Anschlüssen JX1, JY1 und JZ1 sorgt für redundante Stromversorgung für Statusrückmeldungskreise und Sparrelais, während gleichzeitig die Leistungstrennung für Auslöserelaiskreise gewahrt bleibt.

  • Systemintegration: Arbeitet eng mit dem VPRO (Turbinenschutzmodul) oder PPRO (I/O-Paket auf SPRO) zusammen, um eine effiziente Kommunikation und Koordination mit dem Steuerungssystem zu erreichen.

  • Diagnose und Überwachung: Unterstützt die Echtzeitdiagnose der Magnetleistung, der Relaistreiber, der Kontaktrückmeldung und der Leistungsintegrität, um sicherzustellen, dass der Systemstatus kontrollierbar und überprüfbar ist.

2.2 Board-Typen und -Versionen

TREG-Klemmenplatinen sind je nach Spannungsniveau und Redundanzanforderungen in mehreren Versionen erhältlich:

Version Nennspannung Hauptmerkmale Anwendungsszenario
H1A 125 V Gleichstrom Auslaufmodell, ersetzt durch H1B Wartung von Altsystemen
H1B 125 V Gleichstrom Mainstream-Standardversion, unterstützt Stromredundanz Standard-125-V-DC-Systeme
H2B 24 V DC Gleiche Funktionalität wie H1B, angepasst für niedrigere Spannung 24 V DC-Steuerungssysteme
H3B 125 V Gleichstrom Speziell für redundante Systeme, Stromversorgung nur über JX1 Primärplatine in redundanten Konfigurationen
H4B 125 V Gleichstrom Speziell für redundante Systeme, Stromversorgung nur über JY1 Sekundärplatine in redundanten Konfigurationen
H5B 125 V Gleichstrom Speziell für redundante Systeme, Stromversorgung nur über JZ1 Sekundärplatine in redundanten Konfigurationen

In redundanten Systemen wird üblicherweise eine H3B-Karte mit einer H4B-Karte (oder H5B-Karte) kombiniert, um eine physische Trennung der Steuerleistung sicherzustellen und die Systemzuverlässigkeit zu erhöhen. Während der Wartung muss derselbe Platinentyp verwendet werden, um die vorgesehene Leistungstrennung aufrechtzuerhalten.

3. Systemintegration und -konfiguration

3.1 Integration mit Mark VI-Systemen

In Mark VI-Systemen wird IS200TREGH1B über Kabel mit angespritzten Steckern an das VPRO-Modul angeschlossen. Der VPRO übernimmt als Turbinenschutzmodul die Auslöselogik, den Überdrehzahlschutz und Not-Aus-Funktionen und kommuniziert über IONet mit dem Steuerungssystem. Die 12 Relais am TREG werden von VPRO gesteuert, wobei neun von ihnen in drei Dreiergruppen gruppiert sind, um die Eingangsabstimmung für die drei Auslösemagnete zu implementieren.

3.2 Integration mit Mark Vle Systems

In Mark Vle-Systemen wird IS200TREGH1B vom PPRO I/O-Paket auf SPRO gesteuert. Das PPRO-Paket wird in die D-Typ-Anschlüsse des SPRO gesteckt, und TREG wird über vergossene Steckerkabel mit der SPRO-Platine verbunden, um Auslösesignale zu erfassen und auszuführen.

3.3 Hardwarekonfiguration

Das IS200TREGH1B-Terminalboard selbst verfügt über keine per Software konfigurierbaren Schalter; Alle Funktionseinstellungen werden über Hardware-Jumper umgesetzt:

  • JPAL-Jumper: Wählt den Stromeingangs- oder Spannungseingangsmodus.

  • JPBJ-Jumper: Wählt aus, ob das Rücksignal geerdet ist oder offen bleibt.

  • Klemmen 15–17 Brücke: Muss installiert werden, wenn der zweite Not-Aus-Eingang nicht benötigt wird.

Weitere erweiterte Konfigurationen (z. B. Logikkonfiguration und Testfunktionen) werden über die Toolbox-Software in VPRO oder PPRO durchgeführt.

4. Installation und Verkabelung

4.1 Physische Installation

Die IS200TREGH1B-Klemmenplatine verfügt über ein modulares Design mit steckbaren Barriere-Klemmenblöcken für eine einfache Entfernung bei Wartungsarbeiten. Es ist mit 37-poligen D-Shell-Steckern mit Rastverschlüssen ausgestattet, um zuverlässige Kabelverbindungen zu gewährleisten. Für eine wirksame EMI-Unterdrückung ist eine Abschirmschiene im Lieferumfang enthalten.

4.2 Beschreibung der Verkabelung

  • Erster Klemmenblock: Verbindet direkt die drei Auslösemagnete, Sparwiderstände und den Not-Aus-Druckknopf.

  • Zweiter Klemmenblock: Kann bis zu sieben Auslösesperrsignale anschließen.

  • Stromanschlüsse: Anschluss J2 versorgt die Magnetspulen mit 125 V Gleichstrom (oder 24 V Gleichstrom); JX1, JY1 und JZ1 erhalten 28 V DC-Steuerspannung von den Schutzmodulabschnitten R8, S8 bzw. T8.

  • Signalrückmeldung: Der Magnetstatus wird über Kontaktrückkopplungsschleifen zur Überwachung im geschlossenen Regelkreis an den E/A-Controller zurückgemeldet.

Alle Anschlusspunkte unterstützen bis zu zwei AWG-Drähte Nr. 12 mit 300-V-Isolierung und erfüllen so die Sicherheitsanforderungen für Industrieumgebungen.

5. Funktionsprinzip und Steuerlogik

5.1 Steuerung des Auslösemagnetventils

IS200TREGH1B und TRPG steuern gemeinsam die Auslösemagnete; Beide können die Stromversorgung unterbrechen und das Hydrauliksystem betätigen, um die Ventile zu schließen. Die Magnetspulen sind im Betriebsmodus aktiviert und im Reisemodus deaktiviert. Jeder Magnetkreis umfasst einen Metalloxid-Varistor (MOV) zur Stromunterdrückung und einen Sparwiderstand mit 10 Ω und 70 W zur Reduzierung des Dauerstroms.

5.2 Relaislogik

  • Notauslöserelais (ETR1–ETR3): Zwei Reihenkontakte pro Relais werden an die positive 125-V-Gleichstromversorgung angeschlossen.

  • Primäre Auslöserelais (PTR1–PTR3, im TRPG): An die negative 125-V-DC-Einspeisung anschließen.

  • Sparrelais (KE1–KE3): Schließen nach einer Verzögerung, um den Strombegrenzungswiderstand zu überbrücken und so den Stromverbrauch zu reduzieren.

  • Hauptauslöserelais (K4X, K4Y, K4Z): Trennen Sie im Falle einer manuellen Notauslösung den 28-V-DC-Bus von den ETR- und KE-Relaisspulen.

5.3 Servoklemmfunktion (nur Simplex)

In Simplex-Konfigurationen wird das K4CL-Servoklemmenrelais bei einer Auslösung aktiviert und sendet eine Kontaktrückmeldung direkt an die TSVO-Servoklemmenplatine, die die Servostromquelle trennt und eine Vorspannung anlegt, um das Steuerventil in die geschlossene Position zu bringen. Dadurch wird verhindert, dass sich das Ventil aufgrund eines Ausfalls des Servoverstärkers fälschlicherweise öffnet.

5.4 Unabhängigkeit des Übergeschwindigkeitsschutzes

Die Primär- und Notfall-Überdrehzahlschutzsysteme arbeiten unabhängig vom TREG-Schaltkreis und können die hydraulischen Auslösemagnete direkt auslösen, wodurch mehrere Schutzebenen bereitgestellt werden.

6. Test- und Diagnosefunktionen

6.1 Online-Tests

Mithilfe der Anwendungssoftware in der Steuerung kann jedes Auslösemagnetventil einzeln manuell ausgelöst werden. Tests können über die PTR-Relais der Steuerung oder über die ETR-Relais des Schutzmoduls durchgeführt werden, wobei die Kontaktrückmeldung von jedem Magnetventil eine positive Auslösebestätigung liefert.

6.2 Offline-Übergeschwindigkeitsprüfung

Unterstützt primäre und Notfall-Übergeschwindigkeits-Offline-Tests durch Simulation von Übergeschwindigkeitsbedingungen in der Software, um die korrekte Auslösereaktion zu überprüfen.

6.3 Umfassende Diagnostik

Der I/O-Controller führt kontinuierliche Diagnosen an TREG und angeschlossenen Geräten durch und deckt Folgendes ab:

  • Auslöserelaistreiber und Kontaktrückmeldung

  • Überwachung der Magnetspannung

  • Einsparung von Relaistreibern und Kontaktrückmeldungen

  • K25A-Relaistreiber und Spule

  • Servoklemmen-Relaistreiber und Kontaktrückmeldung

  • Status der Magnetstromversorgung

6.4 Hardware-Identifikation und -Kompatibilität

Die Anschlüsse JX1, JY1 und JZ1 enthalten jeweils einen schreibgeschützten ID-Chip, der die Seriennummer, den Typ, die Revision und die Steckplatzposition der Platine speichert. Der I/O-Controller liest diese Informationen und führt eine Überprüfung durch; Eine Nichtübereinstimmung löst einen Hardware-Inkompatibilitätsfehler aus, um einen Systemausfall aufgrund einer falschen Montage zu verhindern.

7. Produktvorteile und Anwendungsszenarien

7.1 Kernvorteile

  • Hohe Zuverlässigkeit: Dreifach redundante Abstimmungslogik vermeidet Fehlauslösungen oder Ausfälle aufgrund von Einzelpunktfehlern.

  • Flexible Konfiguration: Unterstützt sowohl 125 V DC als auch 24 V DC Spannungspegel zur Anpassung an verschiedene Industriestandards.

  • Redundantes Design: Mehrere Versionen ermöglichen die physische Trennung von Strom- und Signalpfaden und erhöhen so die Systemverfügbarkeit.

  • Intelligente Diagnose: Umfassende Hardware-Selbstdiagnose und ID-Erkennung erleichtern die Wartung und Fehlerlokalisierung.

  • Einfache Wartung: Steckbare Klemmenblöcke und der modulare Aufbau unterstützen den Online-Austausch und die schnelle Wartung.

7.2 Anwendbare Felder

  • Gasturbinenkraftwerke

  • Kombikraftwerke

  • Industrielle Antriebsturbineneinheiten

  • Stromerzeugungssysteme für Offshore-Plattformen

  • Andere rotierende Maschinensysteme, die einen hochzuverlässigen Notabschaltschutz erfordern


Artikelspezifikation
Anzahl der Auslösemagnete Drei pro TREG (sechs insgesamt pro I/O-Controller)
Magnetleistung H1: 125 V DC, 1 A; H2: 24 V DC, 1 A
Stromkreisisolierung Kriech- und Luftstrecke der NEMA-Klasse E
Fähigkeit zum Löschen von Sicherungen Kann eine 15-A-Sicherung löschen, wenn alle Stromkreise voll belastet sind
Magnetinduktivität Maximale L/R-Zeitkonstante 0,1 Sekunde
Unterdrückungsschutz MOV über Magnetspule angeschlossen
Relaisausgänge Drei Economizer-Relaisausgänge (2 Sekunden Verzögerung), einer für das K25A-Relais an TTUR, ein Servoklemmenrelais für TSVO
Kontaktbewertung 125 V DC, 1 A induktive Last; Busspannungsbereich 70–145 V DC
Reiseeingaben Sieben Auslöseverriegelungen (125/24 V DC), eine fest verdrahtete Not-Aus-Verriegelung (24 V DC)
Erregerspannung der Verriegelung H1: 100–145 V DC; H2: 18,5–32 V DC
Verriegelungsstrom H1: 2,5 mA (50 Ω); H2: 2,5 mA (10 Ω)
Eingangsisolierung Optisch isoliert, 1500 V standhalten
Hardware-Filterung 4 ms
AC-Ablehnung 60 V RMS bei 50/60 Hz mit 125 V DC-Erregung
Abmessungen 17,8 cm × 33,02 cm (7,0 Zoll × 13,0 Zoll)
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