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IS200STCIH2A(IS200STCIH2AED)
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Das IS200STCIH2A ist ein Mitglied der STCI-Familie (Simplex Contact Input) von Anschlussplatinen, die in den Mark VIe- und Mark VIeS-Steuerungssystemen von GE verwendet werden. Es handelt sich um eine kompakte Klemmenplatine, die speziell für die diskrete Eingangssignalerfassung entwickelt wurde und für den Empfang von Trockenkontaktsignalen von Feldgeräten (wie Relaiskontakten, Drucktasten, Schaltern) sowie deren Aufbereitung und Umwandlung in standardisierte Signale verantwortlich ist, die vom Steuerungssystem erkannt werden können.
Ein Hauptmerkmal dieser Klemmenleiste sind die steckbaren Klemmenblöcke im Euro-Stil, die die Verkabelung, Wartung und den Austausch vor Ort erheblich vereinfachen und so Ausfallzeiten reduzieren. Der IS200STCIH2A ist für Simplex-Systemkonfigurationen konzipiert, d. h. er arbeitet mit einem einzigen PDIA- oder YDIA-E/A-Paket und bietet eine kostengünstige Lösung für Anwendungen, die eine hohe Zuverlässigkeit ohne redundante Hardwarearchitektur erfordern.
Er ist für eine Benetzungsspannung von 24 V DC ausgelegt und unterstützt bis zu 24 unabhängige Trockenkontakt-Eingangskanäle. Integrierte Rauschunterdrückung und Hardware-Filterung sorgen für eine stabile und genaue Signalerfassung auch in rauen industriellen elektromagnetischen Umgebungen.
Kompaktes Design: Abmessungen von 15,9 cm (H) x 10,2 cm (B), ideal für den Einbau in Schaltschränken mit begrenztem Platzangebot.
Montagemethode: Montage über einen Kunststoffisolator auf einem Blechträger, der dann auf einer Standard-DIN-Schiene einrastet. Alternativ kann es mit einer Blechbaugruppe in einen Schrank geschraubt werden.
Steckbare Klemmenblöcke: Dies ist eine wichtige Funktion des IS200STCIH2A. Die gesamte Verkabelung ist an steckbare Klemmenblöcke im Euro-Stil angeschlossen. Der gesamte Block kann durch Lösen von zwei Schrauben von der Klemmenleiste getrennt werden, was eine schnelle Verkabelung und Wartung ermöglicht, ohne die Klemmenleiste selbst oder die E/A-Pack-Verbindung zu beeinträchtigen.
Stromeingang (J1): Eine externe 24-V-DC-Kontakterregungsstromversorgung wird über spezielle Klemmen (Klemmen 50 und 51/52) an der Klemmenleiste angeschlossen. Diese Versorgung liefert die „Benetzungs“-Spannung für die Feldtrockenkontakte mit einem zulässigen Bereich von 18,5 bis 32 V DC und ist erdfrei.
Signaleingänge: Bietet 24 Eingangsklemmenpaare. Jeder Eingang verwendet zwei Anschlüsse:
Positiv (+): Beispiel: Positiv für Eingang 1 ist Klemme 1.
Signal/Rückgabe (-): z. B. Rückgabe für Eingang 1 ist Klemme 2.
Der Klemmenblock nimmt Drähte bis zu 18 AWG auf.
Systemschnittstelle (JA1): Ein DC-37-Pin-Anschluss zum direkten Anschließen eines PDIA- oder YDIA-I/O-Pakets. Dieser Anschluss überträgt alle 24 Eingangssignale, das ID-Erkennungssignal, die Relaisspulenleistung und den Feedback-Multiplex-Befehl.
Abschirmung und Erdung:
SCOM: Über Schraubklemmen E1 und E2 mit der Gehäuseerde verbunden und bietet einen Erdungspunkt für Signalabschirmungen.
Für eine optimale Störfestigkeit wird empfohlen, Kabelschirme an einer separaten Erdungsschiene anzuschließen.
Die Funktionalität der IS200STCIH2A-Klemmenplatine geht weit über eine einfache Verdrahtungsverbindung hinaus. Es dient als erste Verteidigungslinie für die Signalaufbereitung und den Systemschutz. Sein Funktionsprinzip umfasst mehrere Ebenen präziser Verarbeitung.
Die Reise eines Signals vom Feld zum Leitsystem beginnt am IS200STCIH2A:
Bereitstellung der Benetzungsspannung: Die extern bereitgestellte 24-V-DC-Erregerspannung gelangt in die Klemmenleiste. Diese Spannung wird an jeden Eingangskanal verteilt und sorgt so für eine Potenzialdifferenz am Feldtrockenkontakt, der zwischen den Plus- und Rücklaufklemmen angeschlossen ist. Der Stromkreis leitet, wenn der Kontakt geschlossen ist, und ist geöffnet, wenn der Kontakt geöffnet ist.
Rauschunterdrückung und Überspannungsschutz: Bevor das Signal an nachfolgende Schaltkreise weitergeleitet wird, ist jeder Eingangskanal mit einer Rauschunterdrückungsschaltung ausgestattet. Diese Schaltung ist speziell darauf ausgelegt, hochfrequentes Rauschen zu unterdrücken und Spannungsspitzen standzuhalten. Industrieumgebungen sind voller elektromagnetischer Störungen, die von Motoren, Frequenzumrichtern usw. erzeugt werden und über lange Kabel in Signale eingekoppelt werden können, was zu falschen „Geister“-Messwerten führt. Die Rauschunterdrückungsschaltung filtert diese Störungen effektiv heraus und stellt sicher, dass nur echte Kontaktstatussignale weitergeleitet werden. Gleichzeitig hält die Überspannungsschutzfunktion transienten Hochspannungen durch Blitzeinschläge oder induktives Lastschalten stand und schützt so die empfindliche nachgeschaltete Elektronik.
Hardware-Filterung: Nach der Rauschunterdrückung durchläuft das Signal einen festen 4-Millisekunden-Hardwarefilter. Dieser Filter glättet das Signal weiter und eliminiert schnelle Ein-/Aus-Übergänge, die durch Kontaktprellen verursacht werden können. Mechanische Kontakte erzeugen im Moment des Schließens oder Öffnens häufig eine Reihe schneller, instabiler physikalischer Rückschläge, die zu elektrischen Signalstörungen führen. Der 4-ms-Hardwarefilter ignoriert diese kurzen Sprünge effektiv und stellt sicher, dass das I/O-Paket ein sauberes, stabiles Statussignal erhält, was die Eingangszuverlässigkeit erheblich verbessert.
Signalübertragung zum I/O-Pack: Die 24 diskreten Spannungssignale, aufbereitet wie oben beschrieben, werden parallel über den DC-37-Stecker an das daran angeschlossene PDIA- oder YDIA-I/O-Pack übertragen.
Nach dem Empfang von Signalen vom IS200STCIH2A führt das I/O-Paket eine zweite Verarbeitungsstufe durch. Obwohl diese Funktionalität im I/O-Paket enthalten ist, hängt sie eng mit dem Design der Klemmenplatine zusammen:
Optische Isolierung: Auf der Erfassungsplatine des PDIA/YDIA-Pakets durchläuft jedes Eingangssignal einen Opto-Isolator. Dies ist der Schlüssel zur elektrischen Isolierung des Systems. Der Optokoppler trennt den Eingangskreis auf der Klemmenplatinenseite vollständig von der Steuerlogikseite. Diese Isolierung hält Spannungen von bis zu 1500 V stand und verhindert wirksam, dass Spannungsspitzen, Erdpotenzialunterschiede oder hohe Fehlerspannungen von der Feldseite in den Kern des Steuerungssystems gelangen. Dadurch wird die Steuerung vor Schäden geschützt und die Störfestigkeit und Sicherheit des Gesamtsystems verbessert. Es ist wichtig zu beachten, dass die Eingangskanäle auf Klemmenplatinen- und I/O-Pack-Ebene nicht voneinander isoliert sind (Gruppenisolation).
Variabler Schwellenwertvergleich und Statusbestimmung: Jeder Eingangskanal verfügt über eine Spannungskomparatorschaltung. Sein Entscheidungsschwellenwert ist nicht festgelegt, sondern wird dynamisch aus der von der Klemmenleiste bereitgestellten Benetzungsspannung abgeleitet. Bei Standardanwendungen ist dieser Schwellenwert auf 50 % der Benetzungsspannung eingestellt. Bei einer Benetzungsspannung von 24 V liegt der Schwellenwert beispielsweise bei etwa 12 V. Wenn ein Feldkontakt geschlossen wird, wird die Spannung auf der Rückleitung auf einen hohen Wert nahe der Benetzungsspannung gezogen und überschreitet den Schwellenwert. Der Komparator gibt einen hohen Pegel aus, der als „1“ (EIN) interpretiert wird. Wenn der Kontakt öffnet, ist die Rückleitungsspannung niedrig (häufig über einen Pulldown-Widerstand), fällt unter den Schwellenwert und der Komparator gibt einen niedrigen Pegel aus, der als „0“ (AUS) interpretiert wird. Durch dieses Design kann sich die Eingangsschaltung an unterschiedliche Benetzungsspannungsniveaus anpassen.
Schwellenwertbegrenzung und Unterspannungserkennung: Um zu verhindern, dass der Eingangskreis in einen unbestimmten Zustand übergeht, wenn die Benetzungsspannung versehentlich verloren geht oder erheblich abfällt, implementiert das System zwei wichtige Schutzmechanismen:
Schwellenwertbegrenzung: Selbst wenn die Benetzungsspannung auf Null fällt, wird der Eingangsschwellenwert auf 13 % der Nennnennspannung begrenzt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Eingänge im Falle eines Stromausfalls der Erregung gezwungen sind, „AUS“ anzuzeigen, was eine ausfallsichere Konstruktion darstellt.
Unterspannungserkennung: Wenn die Benetzungsspannung unter 40 % ihres Nennwerts fällt, erkennt das I/O-Paket diesen Zustand und meldet einen Diagnosealarm „Erregerspannung ungültig“ an das Steuerungssystem, wodurch das Wartungspersonal aufgefordert wird, die Stromversorgung zu überprüfen.
Statusanzeige: Das I/O-Paket ist mit einer gelben Status-LED-Anzeige für jeden Eingang ausgestattet. Wenn festgestellt wird, dass sich ein Eingang im Status „EIN“ (erfasst) befindet, leuchtet die entsprechende LED auf und bietet so ein intuitives visuelles Feedback für die Fehlerbehebung und Fehlerbehebung vor Ort.
Die Eingangsschaltkreise des IS200STCIH2A weisen spezifische Stromverbrauchseigenschaften auf, die für die Auswahl der Stromversorgung und das Verständnis ihrer Funktionsweise wichtig sind:
Erste 21 Eingänge (Kanäle 1–21): Jeder verbraucht etwa 2,5 mA Strom, wenn der Kontakt geschlossen ist. Dies entspricht einem internen Strombegrenzungswiderstand von etwa 10 kΩ.
Letzte 3 Eingänge (Kanäle 22–24): Jeder verbraucht etwa 9,9 mA Strom, wenn der Kontakt geschlossen ist. Dies entspricht einem internen Strombegrenzungswiderstand von etwa 2,40 kΩ.
Die letzten drei Kanäle sind mit einer höheren Antriebsleistung ausgestattet, um eine bessere Schnittstelle zu Lasten wie entfernten Halbleiter-Ausgangselektroniken zu schaffen.
Der IS200STCIH2A arbeitet mit dem I/O-Paket zusammen, um erweiterte Diagnosefunktionen zu implementieren, die für Hochverfügbarkeitssysteme von entscheidender Bedeutung sind:
Regelmäßiger Selbsttest: Das I/O-Paket führt alle vier Sekunden einen automatischen Diagnosetest durch. In diesem Modus wird der Komparatorschwellenwert für jeden Eingang nacheinander hoch und dann niedrig gesetzt und geprüft, ob die Reaktion des Optokopplers den Erwartungen entspricht. Wenn der Optokoppler für einen bestimmten Eingang nicht oder falsch reagiert, weist dies auf einen Hardwarefehler in diesem Eingangskanal hin (möglicherweise der Komparator oder Optokoppler) und das System generiert den Alarm „Kontakteingang [#] reagiert nicht auf Selbsttestmodus“ (Alarmcode 56-79).
Elektronische ID-Verifizierung: Der DC-37-Anschluss der IS200STCIH2A-Anschlussplatine enthält einen eingebetteten schreibgeschützten elektronischen ID-Chip. Wenn das I/O-Paket eingesteckt wird, liest es sofort die Informationen von diesem Chip, einschließlich: Seriennummer der Klemmenplatine, Platinentyp und Revisionsnummer. Das I/O-Paket vergleicht die gelesenen Informationen mit den in der ControlST Toolbox vorkonfigurierten Hardwareinformationen. Wenn eine Nichtübereinstimmung festgestellt wird (z. B. falscher Klemmenbretttyp oder falsche Revision), wird sofort ein „Hardware-Inkompatibilitätsfehler“ generiert, der verhindert, dass das System mit einer falschen Konfiguration arbeitet, und die Rückverfolgbarkeit der Hardware und die Konfigurationsgenauigkeit gewährleistet.
Überwachung der Erregerspannung: Wie bereits erwähnt, überwacht das I/O-Paket kontinuierlich die Benetzungsspannung von der Klemmenleiste. Sobald ein Unterspannungszustand erkannt wird, wird ein Diagnosealarm ausgelöst (Alarmcode 240: „Erregerspannung ungültig, Kontakteingänge ungültig“).
Montieren Sie die Klemmenplatine: Befestigen Sie den IS200STCIH2A mit seinem Kunststoffisolator sicher auf der DIN-Schiene oder der Blechhalterung.
Verdrahtung:
Schließen Sie die externe 24 V DC-Erregerspannung an die Klemmen 50 (+) und 51/52 (-) an.
Verbinden Sie die 24 feldtrockenen Kontakte mit ihren jeweiligen Plus- und Rücklaufklemmen.
Verbinden Sie die SCOM-Erdungsschrauben (E1, E2) mit der Gehäuseerde.
Installieren Sie das I/O-Paket: Stecken Sie das PDIA- oder YDIA-I/O-Paket direkt und vertikal in den DC-37-Anschluss (JA1) der Anschlussplatine.
Mechanisch sicher: Verwenden Sie die Gewindebolzen neben den Ethernet-Anschlüssen des I/O-Pakets, um es in die spezielle Montagehalterung der Klemmenplatine zu schieben und festzuziehen. Passen Sie die Halterungsposition an, um sicherzustellen, dass keine seitliche Kraft auf den DC-37-Stecker ausgeübt wird.
Verbinden Sie Netzwerk und Strom: Schließen Sie ein oder zwei Ethernet-Kabel an das I/O-Paket an und schließen Sie die 28-V-Gleichstrom-Betriebsstromversorgung des Pakets an.
Verwenden Sie die ToolboxST-Software, um das zugehörige PDIA- oder YDIA-Paket zu konfigurieren. Zu den relevanten Parametern gehören:
ContactInput: Verwendete Kanäle als „Verwendet“ markieren.
SignalInvert: Wählen Sie „Normal“ oder „Invertieren“ der Eingangslogik.
SeqOfEvents: Ob Kontaktstatusübergänge in der Ereignissequenz aufgezeichnet werden sollen.
SignalFilter: Option zum Hinzufügen zusätzlicher digitaler Softwarefilterung (0, 10, 20, 50, 100 ms) zusätzlich zum Hardwarefilter.
| Parameterspezifikation | |
|---|---|
| Klemmenbretttyp | Simplex-Kontakteingang |
| Kompatible I/O-Pakete | PDIA, YDIA |
| Anzahl der Eingangskanäle | 24 |
| Benetzungsspannung | Nominal 24 V DC (Bereich 18,5–32 V DC), erdfrei |
| Eingangsstrom | Kanäle 1-21: jeweils ~2,5 mA Kanäle 22-24: jeweils ~9,9 mA |
| Anschlussblöcke | Steckbarer Euro-Stil |
| Hardwarefilter | 4 ms |
| Wechselspannungsunterdrückung | 12 V RMS bei 24 V DC-Erregung |
| Stecker | DC-37-Pin (für I/O-Pack) |
| Abmessungen (H x B) | 15,9 cm x 10,2 cm |
| Montagemethode | DIN-Schiene oder flache Oberfläche |
