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ABB UNS 2880A-P,V1 3BHB005727R0001 Steuerplatine

  • ABB

  • 3BHB005727R0001

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Das UNS 2880a-P, bekannt als Control Board (COB), ist die unbestrittene Zentraleinheit des ABB UNITROL® 5000-Erregersystems. Als „Gehirn“ des gesamten Systems ist der COB für die Ausführung aller wichtigen Steuerungs-, Regelungs-, Schutz- und Überwachungsaufgaben verantwortlich. Es beherbergt die Kernsoftware des Systems, die durch Parametrisierung an spezifische Anwendungsanforderungen angepasst wird und alles von der grundlegenden Erregungssteuerung bis hin zu komplexen Netzunterstützungsfunktionen verwaltet.


In UNITROL 5000-Zweikanalsystemen sind normalerweise zwei COB-Karten (Kanal 1 und Kanal 2) für Redundanz konfiguriert, wodurch die Systemverfügbarkeit und -zuverlässigkeit verbessert wird. Der COB spielt eine entscheidende Rolle sowohl für den stabilen Betrieb des Generators als auch für den schnellen Schutz bei Fehlerbedingungen.



2. Hauptmerkmale und Funktionen

1. Zentrales Verarbeitungs- und Kontrollsystem

Der COB integriert Hochleistungs-Mikroprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASICs), um die Steuersoftware des Erregersystems auszuführen. Dazu gehört:

  • Sequenzsteuerung: Verwaltet Betriebsabläufe wie Start, Stopp des Erregersystems, Netzverbindung und Kanalumschaltung.

  • Regelung mit geschlossenem Regelkreis: Enthält alle Regelkreise wie den automatischen Spannungsregler (AVR), den Netzstabilisator (PSS) und den manuellen Stromregler und gewährleistet so eine präzise und stabile Regelung der Generatorklemmenspannung, der Blindleistung und anderer Regelgrößen.

  • Schutz und Überwachung: Integriert umfassende Schutzfunktionen (z. B. Überspannung, Überstrom, Untererregung, Erregungsverlust) und kontinuierliche Zustandsüberwachungsfunktionen, um die Sicherheit des Generators und des Erregersystems selbst zu gewährleisten.

2. Torsteuereinheit

Der COB enthält eine kritische Gate-Steuereinheit, deren Kernfunktion darin besteht, Zündimpulse zu erzeugen, um die Thyristoren in den Stromrichtern anzutreiben. Diese Einheit berechnet und erzeugt phasenverschobene Zündimpulse basierend auf dem Ausgang der Steuerregler und dem Synchronisationsspannungssignal, wodurch die Ausgangsspannung des Wandlers gesteuert und eine präzise Steuerung des Feldstroms des Generators ermöglicht wird.

3. Kommunikations- und Datenaustausch-Hub

Der COB ist der zentrale Knoten für die interne und externe Systemkommunikation und verfügt über mehrere Kommunikationsschnittstellen:

  • ARCnet-Feldbus-Controller: Fungiert als Master-Knoten im ARCnet-Netzwerk (mit festen Knotenadressen: Kanal 1 = 1, Kanal 2 = 2) und ist für den schnellen Datenaustausch mit anderen intelligenten Geräten innerhalb des Systems (z. B. CIN, FBC, AIO) verantwortlich.

  • Service-Panel-Kommunikation: Stellt über eine dedizierte Schnittstelle eine Verbindung zum UNS 0874-Service-Panel zur lokalen Inbetriebnahme und Überwachung her.

  • Optische Kommunikation mit dem CMT-Tool: Bietet eine optische Schnittstelle zum Anschluss des Inbetriebnahme- und Wartungstools und erleichtert so die Parametereinstellung, Fehlerdiagnose und Datenprotokollierung durch Ingenieure.

  • Optische Kommunikation mit Feldbuskopplern: Unterstützt Schnittstellen mit verschiedenen übergeordneten Steuerungssystem-Schnittstellenmodulen (z. B. Modbus, Profibus, Advant) und ermöglicht so eine nahtlose Integration in Anlagen-DCS- oder SPS-Systeme.

4. Datenspeicherung und -verwaltung

  • Betriebsspeicher: Im Normalbetrieb werden alle Parameter und temporären Daten im flüchtigen Speicher (RAM) gespeichert.

  • Permanente Speicherung: Ausgestattet mit Flash-PROM zur dauerhaften Speicherung validierter Parametereinstellungen und Systemkonfigurationen, um Datenverlust bei Stromausfällen zu verhindern.

  • Fehlerspeicher: Der flüchtige Speicher dient auch als Fehlerspeicher. Fehlerinformationen bleiben bis zu 2 Tage nach einem vollständigen Stromausfall erhalten und liefern wertvolle Daten für die Analyse nach dem Ereignis.

5. Status- und Diagnoseanzeige

Der COB verfügt über eine integrierte Sieben-Segment-Anzeige für:

  • Statusanzeige der optischen Platine: Bietet eine visuelle Anzeige des Betriebsstatus der Platine.

  • Anzeige des letzten Fehlercodes: Im Fehlerfall wird ein spezifischer Fehlercode (Format Axxx) angezeigt, was eine schnelle Diagnose und Wartung vor Ort erheblich erleichtert.



3. Funktionsprinzip und Systemintegration

1. Rolle in der Systemarchitektur

Innerhalb des Hardware-Layouts des UNITROL 5000-Systems nimmt der COB eine zentrale Position ein. Es ist über Flachbandkabel direkt mit wichtigen Geräten wie MUB, FIO, PSI, CIN und EGC verbunden und bildet so ein schnelles, zuverlässiges lokales Steuerungsnetzwerk. Gleichzeitig kommuniziert es über das ARCnet-Koaxialkabel mit einer größeren Auswahl an I/O-Geräten. Diese Struktur stellt sicher, dass Steuerbefehle ausgegeben und Felddaten mit geringer Latenz und hohem Determinismus erfasst werden.

2. Software und parametrisierte Steuerung

Die Steuerlogik und Funktionsalgorithmen des gesamten Erregersystems sind als Software im COB eingebettet. Benutzer müssen den zugrunde liegenden Code nicht ändern, sondern das System durch Parametrisierung konfigurieren und optimieren. Diese Parameter decken alles ab, von grundlegenden Spannungssollwerten bis hin zu komplexen PID-Reglerparametern und Schutzeinstellungen. Mit speziellen Engineering-Tools wie CMT oder SPT können Benutzer einfach auf diese Parameter zugreifen und sie ändern, um das Standard-UNITROL 5000-System präzise an bestimmte Generator- und Netzanwendungen anzupassen.

3. Signalverarbeitung und Kontrollfluss

  1. Signalerfassung: Der COB erfasst elektrische Rohgrößen (z. B. Generatorstatorspannung, Strom) vom MUB und relevante Signale vom Erregerkreis (z. B. Feldspannung, Strom) vom PSI.

  2. Datenverarbeitung: Interne Mikroprozessoren und DSPs führen Hochgeschwindigkeitsberechnungen an den erfassten Signalen durch, um abgeleitete Größen wie Wirkleistung, Blindleistung, Frequenz und RMS-Werte zu berechnen, die dann mit Sollwerten verglichen werden.

  3. Reglerberechnung: Regelalgorithmen (z. B. PID-Regler) berechnen auf Grundlage der Abweichung einen Ausgang, der den Zündwinkel für die Thyristoren bestimmt.

  4. Impulserzeugung und -verteilung: Die Gate-Steuereinheit erzeugt hochfrequente (z. B. 62 kHz) Zündimpulsfolgen basierend auf den Reglerausgangs- und Synchronisierungssignalen. Diese Impulse werden über Flachbandkabel an den CIN gesendet und dann vom GDI verstärkt, um die Thyristorbrücken anzusteuern.

  5. Kontinuierliche Überwachung: Während dieses Prozesses überwachen Schutzmodule kontinuierlich alle kritischen Variablen. Wenn sie einen Zustand oder Fehler außerhalb der Grenzwerte erkennen, führen sie sofort entsprechende Schutzmaßnahmen aus (z. B. Alarm, Feldforcierung, Auslösung).

4. Redundanz- und Zuverlässigkeitsmechanismus

In einem Zweikanalsystem arbeiten zwei COBs parallel. Normalerweise befindet sich einer im „Aktiv“-Modus und steuert den Ausgang, während sich der andere im „Standby“-Modus befindet und den Systemstatus in Echtzeit verfolgt. Wenn ein Fehler im aktiven Kanal erkannt wird, kann das System eine stoßfreie Übertragung durchführen, wobei der Standby-Kanal die Steuerung übernimmt und so eine maximale Kontinuität des Betriebs des Erregersystems gewährleistet.



4. Gerätekonfiguration und -einstellungen

Während die meisten COB-Funktionen über Softwareparameter konfiguriert werden, müssen einige grundlegende und entscheidende Hardwareeinstellungen direkt auf der Platine vorgenommen werden.

1. Einstellung der ARCnet-Knotenadresse

Dies ist die wichtigste Einstellung für die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Systemkommunikation. Falsche Adressen führen zu Kommunikationsfehlern.

  • Kanal 1 (COB 1): High Byte=0, Low Byte=1 (Dezimaladresse: 1)

  • Kanal 2 (COB 2): High Byte=0, Low Byte=2 (Dezimaladresse: 2)

  • Die Einstellung erfolgt über die hexadezimalen Drehschalter auf der Platine.

2. Frequenz- und Synchronisationseinstellungen (über Jumper)

Für spezielle Anwendungen, wie z. B. 16⅔ Hz Bahnstromversorgungssysteme, ist eine Hardwarekonfiguration erforderlich:

  • S2:7-8: Wird für 16⅔-Hz-Erregersysteme verwendet und muss auf OFFEN eingestellt sein, um einen externen Synchronisationsimpuls vom EGC zu empfangen.

  • S2:9-10: Für normale 50/60-Hz-Anwendungen muss eine Brücke installiert werden.

  • Widerstände R6246/R6249: Zur Anpassung an die dreiphasige (50/60 Hz) oder einphasige (16⅔ Hz) Feldspannungsmessung.

3. Konfiguration der Temperaturmessung (über Jumper S3)

  • S3:1-2: Wenn UNS 2861b zur Temperaturmessung verwendet wird, sollte dieser Jumper OFFEN sein.

  • S3:3-4: Dieser Jumper wird für den Shunt-Messanalogeingang am PSI verwendet und sollte GESCHLOSSEN sein.

4. Werkstest- und interne Gebrauchsbrücken

Einige Positionen der Jumper S1 und S2 (z. B. S2:1-2, S2:5-6, S1:1-10) sind mit „Nur für Werkstests“ gekennzeichnet. Bei normalen Anwendungen müssen diese in ihrem standardmäßigen offenen oder geschlossenen Zustand (normalerweise offen) bleiben und sollten vom Benutzer nicht geändert werden.



5. Anwendungsszenarien und Systemvorteile

1. Kernanwendungen

Als zentraler Controller von UNITROL 5000 eignet sich der COB für alle Synchronmaschinen-Erregersysteme, die diese Plattform nutzen, einschließlich:

  • Große Wärmekraftwerke und Wasserkraftwerke

  • Kernkraftwerke

  • Große Synchronmotoren für Industrieantriebe

  • Pumpspeicherkraftwerke

2. Gelieferte Systemvorteile

  • Hohe Integration: Integriert Steuer-, Schutz- und Überwachungsfunktionen in einer einzigen Einheit und vereinfacht so die Systemarchitektur.

  • Überlegene Leistung: Leistungsstarke Verarbeitungsfunktionen sorgen für eine schnelle und präzise Steuerungsreaktion und erfüllen die hohen Anforderungen moderner Stromnetze an die Stromqualität.

  • Hervorragende Flexibilität: Einfache Anpassung an verschiedene Generatoreigenschaften und Netzspezifikationen durch Softwareparametrierung.

  • Hohe Zuverlässigkeit: Redundantes Design, Fehlerselbstdiagnose und permanente Datenspeichermechanismen gewährleisten einen langfristig stabilen Systembetrieb.

  • Einfache Wartung: Umfangreiche Kommunikationsschnittstellen und Statusanzeigefunktionen machen die Inbetriebnahme, Überwachung und Fehlerbehebung effizienter.




Kategorieelementspezifikation zur Details
Basismodell Geben Sie den Code ein COB

Bestellcode UNS 2880a-P

Version V1 / V2
Hardware-Kern Prozessor Mikroprozessor und ASICs (anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise)

Torsteuerung Integrierte Torsteuereinheit
Kommunikationsschnittstellen ARCnet-Feldbus Integrierter Controller, feste Knotenadressen (CH1:1, CH2:2)

Optische Kommunikation Zum Anschluss an CMT-Tool und verschiedene Feldbuskoppler

Lokale Kommunikation Über Flachbandkabel zu MUB, FIO, PSI, CIN, EGC

Service-Panel-Schnittstelle Zum Anschluss an das Servicepanel UNS 0874
Datenspeicherung Betriebsgedächtnis Flüchtiger Speicher (RAM) für Parameter und Fehlerlogger (Datenerhaltung ca. 2 Tage nach Stromausfall)

Dauerhafte Lagerung Flash-PROM zur Parametersicherung
Statusanzeige Anzeigegerät Sieben-Segment-Anzeige

Anzeigefunktionen Kartenstatus, ARCnet-Status, letzter Fehlercode (Axxx)
Hardwareeinstellungen ARCnet-Adresseinstellung Hexadezimale Drehschalter

Frequenzanwendungs-Jumper S2:7-8 (16⅔ Hz), S2:9-10 (50/60 Hz)

Temperaturmessbrücke S3:1-2 (Extern), S3:3-4 (PSI-Shunt)

Feldspannungsmessung Widerstand R6246 (3-phasig), R6249 (1-phasig)
Elektrische Eigenschaften Synchronspannungseingang Unterstützt 3-Phasen- oder 1-Phasen-Systeme

Systemfrequenz Unterstützt 16⅔ Hz, 50 Hz, 60 Hz (über Hardwarekonfiguration)
Physikalische Eigenschaften Primäre Verbindungsmethoden Flachbandkabel, Glasfaser, Koaxialkabel (ARCnet)

Montage Platinentyp, zum Einstecken in den Systemschrank



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